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Zuletzt aktualisiert: 03.06.2026 Lesezeit: 10 Minute(n)

Sanierung der Pelješac-Brücke

Was Reisende nach Dubrovnik 2026 wissen müssen

Die Pelješac-Brücke an der Nationalstraße D8 gilt als wichtigste Verbindung für alle, die mit dem Auto in den kroatischen Süden reisen möchten. Nun steht eine umfangreiche Sanierung des erst 2022 fertiggestellten Bauwerks an. Für Ihre Reiseplanung nach Dubrovnik bedeutet das: Ab Oktober 2026 müssen Sie mit Behinderungen rechnen. Wir fassen zusammen, welche Auswirkungen die Arbeiten auf Ihre Fahrt haben, welche Alternativrouten zur Verfügung stehen und erklären Ihnen zusätzlich das Mautsystem in Kroatien.

Pelješac-Brücke: Sanierung ab Oktober 2026 geplant

Oberflächliche Risse an mehreren Pfeilern der Pelješac-Brücke haben die kroatischen Straßenbehörden dazu veranlasst, Sanierungsarbeiten für das Bauwerk anzusetzen. Die Brücke, die die Bucht von Mali Ston überspannt und den kroatischen Küstenabschnitt bei Dubrovnik mit dem restlichen Land verbindet, wurde erst im Jahr 2022 fertiggestellt. Trotz der festgestellten Schäden betonen die Behörden, dass die Stabilität der Brücke gewährleistet ist und keine unmittelbare Gefahr für den Verkehr besteht.

Die Sanierungsarbeiten beginnen im Oktober 2026 und sollen bis Mai 2027 andauern. Dieser Zeitraum wurde bewusst außerhalb der Hauptreisezeit gewählt, um die Auswirkungen auf den Tourismus so gering wie möglich zu halten. Sollte die vollständige Instandsetzung in diesem Zeitfenster nicht abgeschlossen werden können, ist eine Fortsetzung der Arbeiten nach der darauffolgenden Sommersaison vorgesehen. Das Hauptziel der Sanierung bestehe darin, das Eindringen von Feuchtigkeit und Salz in die Konstruktion zu verhindern, um eine Korrosion der innenliegenden Stahlstruktur auszuschließen.

Verkehrslage während der Bauarbeiten auf der D8

Eine vollständige Sperrung der Pelješac-Brücke ist während der Sanierungsphase nicht vorgesehen. Der Verkehr auf der Nationalstraße D8 kann also weiterhin über das Bauwerk fließen. Allerdings sollten Sie zeitweise mit Behinderungen rechnen, etwa durch einspurige Verkehrsführungen oder reduzierte Geschwindigkeiten im Baustellenbereich. Besonders in den Monaten Oktober und November 2026 sowie im Frühjahr 2027 kann es zu Verzögerungen kommen.

Für die Planung Ihrer Anfahrt nach Dubrovnik empfiehlt es sich, aktuelle Verkehrsmeldungen zu verfolgen und gegebenenfalls zusätzliche Reisezeit einzuplanen. Die kroatischen Behörden werden voraussichtlich rechtzeitig über konkrete Einschränkungen informieren.

Alternativroute über den Neum-Korridor

Als einzige Alternative zur Pelješac-Brücke steht der Neum-Korridor über Bosnien-Herzegowina zur Verfügung. Diese Route führt durch einen schmalen Küstenstreifen, der zu Bosnien-Herzegowina gehört und das kroatische Staatsgebiet unterbricht. Obwohl die Strecke auf dem Papier etwa drei Kilometer kürzer ist als die Fahrt über die Brücke, erweist sie sich in der Praxis häufig als zeitaufwendig.

Der Grund dafür liegt in den Grenzkontrollen: Da Bosnien-Herzegowina nicht zur Europäischen Union gehört, handelt es sich beim Neum-Korridor um eine EU-Außengrenze. Reisende müssen daher sowohl bei der Einreise als auch bei der Ausreise mit Personen- und Zollkontrollen rechnen. Insbesondere in den Sommermonaten oder an Wochenenden können diese Kontrollen zu erheblichen Staus und Wartezeiten führen. Wenn Sie die Pelješac-Brücke nutzen können, ist diese Route trotz möglicher Baustellenverzögerungen in der Regel die schnellere Wahl.

Das Mautsystem in Kroatien

In Kroatien existiert keine Vignettenpflicht wie etwa in Österreich oder Slowenien. Stattdessen gilt auf allen kroatischen Autobahnen ein streckenbezogenes Mautsystem. Die Höhe der Gebühren richtet sich dabei nach der zurückgelegten Strecke, der Fahrzeugkategorie und der Jahreszeit. In der touristischen Hochsaison zwischen Juni und September fallen höhere Mautgebühren an als in den übrigen Monaten.

Die Fahrzeugklassifizierung berücksichtigt das zulässige Gesamtgewicht sowie die Anzahl der Achsen. Wer mit einem Wohnmobil oder einem Fahrzeug mit Anhänger unterwegs ist, zahlt entsprechend mehr als Fahrer eines herkömmlichen Pkw. Schnellstraßen sind in Kroatien derzeit noch gebührenfrei befahrbar.

Bezahlung der Maut: Ihre aktuellen Optionen

An den Mautstationen können Sie die Gebühren in bar oder mit Karte begleichen. Das System funktioniert nach dem geschlossenen Prinzip: Bei der Auffahrt auf die Autobahn ziehen Sie ein Ticket, bei der Abfahrt bezahlen Sie den entsprechenden Betrag für die zurückgelegte Strecke. In der Hochsaison sollten Sie jedoch mit längeren Wartezeiten an den Zahlstellen rechnen.

Als Alternative zur Barzahlung bietet das kroatische Electronic Toll Collection System die Möglichkeit einer bargeldlosen Abrechnung. Hierfür benötigen Sie einen Transponder, den Sie in Ihrem Fahrzeug installieren. Die Abrechnung erfolgt je nach gewähltem Modell per Prepaid-Guthaben oder als nachträgliche Abbuchung.

Crolibertas: Das digitale Mautsystem ab 2027

Ab Herbst 2026 beginnt Kroatien mit der Umstellung auf ein vollständig digitales Mautsystem namens Crolibertas. Bis März 2027 sollen sämtliche Mautstationen abgebaut werden. Künftig wird die Maut ausschließlich durch automatische Kennzeichenerfassung oder mittels einer elektronischen Mautbox erhoben.

Für Fahrzeuge bis 3,5 t zGG funktioniert das neue System mit der Kennzeichenerfassung folgendermaßen: Sie registrieren Ihr Fahrzeug vorab auf einem Onlineportal und hinterlegen eine Zahlungsmethode. Scanner an den Autobahnen erfassen Ihr Kennzeichen automatisch, und die anfallenden Gebühren werden direkt abgebucht. Falls Sie Ihr Fahrzeug vor der Reise nicht online registriert haben, stehen in Kroatien Schnellregistrierungsspuren zur Verfügung, an denen Sie Ihr Kennzeichen vor Ort erfassen und eine Bezahlfunktion angeben können.

Diese Umstellung zielt darauf ab, Staus und Wartezeiten an den Mautstationen zu reduzieren, was insbesondere während der touristischen Hochsaison einen deutlichen Vorteil bringen dürfte.

Das Europamaut-Team wünscht Ihnen eine schöne Reise!

Die Sanierung der Pelješac-Brücke ab Oktober 2026 erfordert eine vorausschauende Reiseplanung für alle, die mit dem Auto nach Dubrovnik fahren möchten. Auch wenn keine Vollsperrung vorgesehen ist, können Behinderungen auf der Nationalstraße D8 Ihre Fahrtzeit verlängern. Der Neum-Korridor über Bosnien-Herzegowina bietet zwar eine Alternative, ist jedoch aufgrund der Grenzkontrollen oft mit längeren Wartezeiten verbunden. Behalten Sie zudem die Umstellung auf das digitale Mautsystem Crolibertas im Blick, das ab März 2027 die klassischen Mautstationen ersetzen wird.

Für Fragen zur Maut und zu digitalen Mautprodukten in Europa steht Ihnen unser Support-Team rund um die Uhr per E-Mail zur Verfügung. Nutzen Sie unseren Routenplaner, um alle benötigten Mautprodukte für Ihre Reise zu ermitteln. Detaillierte Informationen zur Maut in Kroatien finden Sie in unserem Ratgeber.

Häufig gestellte Fragen

Wann wird die Pelješac-Brücke saniert?

Die Sanierungsarbeiten an der Pelješac-Brücke beginnen im Oktober 2026 und sollen bis Mai 2027 abgeschlossen sein. Der Zeitraum wurde bewusst außerhalb der Hauptreisezeit gewählt.

Ist die Pelješac-Brücke während der Sanierung gesperrt?

Nein, eine Vollsperrung ist nicht vorgesehen. Der Verkehr bleibt während der Bauarbeiten geöffnet, allerdings kann es zeitweise zu Behinderungen kommen.

Welche Alternative gibt es zur D8 nach Dubrovnik?

Als Alternativroute steht der Neum-Korridor über Bosnien-Herzegowina zur Verfügung. Da es sich um eine EU-Außengrenze handelt, müssen Sie mit Grenzkontrollen und möglichen Wartezeiten rechnen.

Wie funktioniert das Mautsystem in Kroatien 2026?

Kroatien erhebt eine streckenbezogene Maut auf allen Autobahnen. Die Gebühren richten sich nach der gefahrenen Strecke, der Fahrzeugklasse und der Jahreszeit. Die Bezahlung erfolgt an Mautstationen in bar, per Karte oder mit einem Transponder.

Was ist Crolibertas?

Crolibertas ist das neue digitale Mautsystem in Kroatien, das ab März 2027 die bisherigen Mautstationen ersetzt. Die Mauterhebung erfolgt dann ausschließlich über automatische Kennzeichenerfassung oder elektronische Mautboxen.

Muss ich für die Pelješac-Brücke extra Maut bezahlen?

Die Pelješac-Brücke liegt an der Nationalstraße D8, die derzeit keine zusätzlichen Mautgebühren erhebt. Die streckenbezogene Maut in Kroatien gilt ausschließlich für Autobahnen.

Michelle Albrecht
Hallo, ich bin Michelle und schreibe für mein Leben gern. Als Texterin habe ich meine Leidenschaft zum Beruf gemacht! Natürlich lasse ich meiner Kreativität auch in meinen eigenen Büchern freien Lauf. Seit ich ein halbes Jahr in Australien gelebt habe, ist meine Reiselust noch größer geworden (und ich hätte nie gedacht, dass das noch möglich ist). Umso mehr freue ich mich, meinen Leserinnen und Lesern Tipps für ihre zukünftigen Abenteuer zu geben!