Wandergebiete
Neben dem Nationalpark Böhmerwald gibt es in Tschechien zahlreiche weitere Wandergebiete – nicht nur die beeindruckenden Städte sind einen Besuch wert, sondern auch die einzigartige Natur.
Böhmische Schweiz (České Švýcarsko)
Die Böhmische Schweiz liegt im Nordwesten Tschechiens an der Grenze zu Deutschland – nicht zu verwechseln mit dem Böhmerwald. Zusammen mit der Sächsischen Schweiz bildet sie ein beeindruckendes Sandsteinmassiv und ist seit 2000 Nationalpark. Anreise: 1 Std. ab Dresden, 2 Std. ab Prag.
Pravčická brána: Europas größtes natürliches Felsentor (26 m Spannweite)
Hoher Schneeberg (723 m): höchster Berg des Elbsandsteingebirges
Edmundsklamm und Wilde Klamm, auch per Kahnfahrt erlebbar
Tipp: 7-Std.-Rundwanderung ab Hřensko über Janov, Wilde Klamm und Prebischtor
Böhmisches Paradies (Český ráj)
Das Böhmische Paradies im Nordosten Tschechiens ist seit 1955 Landschaftsschutzgebiet und von Prag aus in einer Stunde erreichbar – ideal als Tagesausflug. Typisch sind bizarre Sandsteinformationen mit Felstürmen, engen Schluchten und Felsnadeln.
Prachauer Felsen (Prachovské skály): schmale Schluchten und Aussichtstürme
Hruboskalsko: über 400 Felstürme bis 60 m, beliebt bei Kletterern
Malá Skála: Felsformation Suché skály, ideal für Kanufahrten
Bozkov-Dolomit-Höhlen: unterirdische Seen, Naturdenkmal seit 1999
Erzgebirge (Krušné hory)
Das Erzgebirge (Krušné hory) verläuft auf 150 km entlang der Grenze zu Deutschland und ist bekannt für bewaldete Hänge, Hochmoore und Bergwiesen. Die alte Bergbauregion (Silber, Zinn, Uran) gehört seit 2019 als „Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří“ zum UNESCO-Welterbe.
Klínovec (Keilberg, 1.244 m): höchster Gipfel mit Aussichtsturm, im Winter Skigebiet
Torfmoor Božídarské: eines der größten Hochmoore Mitteleuropas, 3 km Lehrpfad
Bergbaustädte Jáchymov, Krupka (Zinnbergbau-Museum) und Horní Blatná
Erzgebirgsmagistrale: 242 km Fernwanderweg, auch per Rad und in Etappen machbar
Stoneman Erzgebirge: Mountainbike-Route durch Tschechien und Deutschland
Riesengebirge
Das Riesengebirge an der Grenze zu Polen ist das höchste Gebirge Tschechiens und im Winter ein beliebtes Skigebiet. Von Prag fährt man rund 2 Stunden. Der tschechische Teil ist seit 1963 Nationalpark (KRNAP) und bildet mit dem polnischen Park ein UNESCO-Biosphärenreservat.
Schneekoppe (1.603 m): höchster Berg Tschechiens, ab Pec pod Sněžkou zu Fuß oder per Seilbahn
Elbquelle: symbolische Quelle der Elbe, erreichbar ab Špindlerův Mlýn
Elbgrund (Labský důl): Gletscherkessel mit Felswänden und Wasserfällen
Mummelwasserfall (10 m): leicht erreichbar, auch für Familien
Berggeist „Rübezahl“: Symbol und Sagenfigur des Gebirges
Isergebirge
Das Isergebirge liegt im Nordosten Tschechiens an der Grenze zu Polen und ist nach dem Fluss Iser (Jizera) benannt. Bekannt ist es für Hochebenen, Granitfelsen und Torflandschaften mit seltenen Arten wie Auerhuhn und Schwarzstorch. Seit 1968 ist es Landschaftsschutzgebiet.
Smrk (1.124 m): höchster Berg mit Aussichtsturm
Jizerka-Hochebene: einsame Moorlandschaft mit Holzwegen und Lehrpfaden
Wasserfälle: Černá Desná, Jedlový důl und Weißer Iser (Bílá Desná)
Mittagssteine (Polední kameny) und Granitfelsen Frýdlantské cimbuří: bei Kletterern beliebt
Langlauf: über 180 km Loipen, Austragungsort des Rennens Jizerská 50
Jablonec nad Nisou: Glasmuseen und Manufakturen
Altvatergebirge (Hrubý Jeseník / Jeseníky)
Das Altvatergebirge im Nordosten Tschechiens (Sudeten) ist nach dem Riesengebirge das zweithöchste Gebirge des Landes. Seit 1969 steht es unter Schutz: dichte Wälder, Gletscherkare, Hochmoore und Wasserfälle. Im streng geschützten Naturreservat leben Schwarzstörche, Auerhühner und Luchse.
Altvater (Praděd, 1.491 m): Wahrzeichen mit Fernsehturm und Panoramablick bis Polen
Weitere Gipfel: Keprník (1.423 m), Šerák (1.351 m, auch per Seilbahn), Vysoká hole (1.464 m)
Vysoký vodopád: mit 45 m höchster Wasserfall Mährens
Rejvíz-Moor: größtes Hochmoor Mährens mit Lehrpfad
Karlova Studánka: Kurort mit der saubersten Luft Mitteleuropas
Skigebiete: Praděd/Ovčárna, Červenohorské sedlo und Ramzová
Adersbach- und Weckelsdorfer Felsenstadt
Die Felsenstadt in Nordost-Böhmen nahe Teplice nad Metují zählt zu den größten Sandstein-Felsenstädten Europas und entstand durch jahrtausendelange Erosion. Sie gehört zum Naturschutzgebiet Broumovsko (430 km²) und ist ein Highlight für Wanderer und Kletterer.
Felswände bis 100 m Höhe, enge Felsspalten und kleine Höhlen
Felsen mit eigenen Namen wie „Liebespaar“ oder „Riesenkrug“
Über 1.700 Kletterrouten im Naturschutzgebiet
Adršpach-Rundweg (3,5 km) mit See, Teplice-Rundweg (6 km) oft weniger überlaufen
Mährischer Karst (Moravský kras)
Der Mährische Karst liegt nördlich von Brünn und ist mit 92 km² der bedeutendste Karst des Landes (Landschaftsschutzgebiet seit 1956). Über 1.000 bekannte Höhlen, Dolinen, Schluchten und unterirdische Flüsse – gut kombinierbar mit einem Städtetrip.
Punkva-Höhlen: unterirdische Flüsse, Bootsfahrt bei geführter Tour
Kateřinská-Höhle: bunte Tropfsteine
Sloupsko-šošůvské Höhlen: Gänge auf zwei Ebenen, in der Höhle Kůlna wurden Neandertaler-Überreste gefunden
Macocha-Schlucht: rund 138 m tief, zwei Aussichtsplattformen, Wanderweg zu den Punkva-Höhlen
Rudice-Doline und Býčí skála: zweitlängstes Höhlensystem Tschechiens (über 13 km)
Tipp: Im Sommer Tickets für die Höhlen vorab reservieren
Beskiden (Beskydy)
Die Beskiden sind ein ausgedehntes Mittelgebirge an der Grenze zu Polen und der Slowakei und gehören zu den Karpaten. Die bekanntesten Bereiche liegen in Nordmähren und Schlesien: bewaldete Bergrücken, weite Täler und viele Aussichtspunkte. Teile sind Landschaftsschutzgebiet, hier leben Luchse und Wölfe.
Lysá hora (1.323 m): höchster Berg, besonders schön bei Sonnenauf- und -untergang
Radhošť: Gipfel mit Radegast-Statue und Kapelle
Pustevny: Bergsattel mit Holzgebäuden im Jugendstil von Dušan Jurkovič
Wintersport in Bílá, Velké Karlovice und Pustevny
In der Nähe: Thermen von Rožnov, Štramberk und das Walachische Freilichtmuseum
Weißkarpaten (Bílé Karpaty)
Die Weißkarpaten liegen im Südosten Tschechiens an der Grenze zur Slowakei. Sie sind seit 1980 geschützt und seit 1996 UNESCO-Biosphärenreservat. Typisch sind artenreiche Blumen- und Streuobstwiesen, sanfte Hügel und Wälder – ideal für entspannte Wanderungen.
Velká Javořina (970 m): höchster Berg mit weiter Aussicht
Orchideenwiesen: im Mai und Juni in voller Blüte, eine der artenreichsten Wiesen Mitteleuropas
Aussichtsturm Velký Lopeník (911 m)
Weinregion am Fuß der Weißkarpaten: Beginn des südmährischen Weinanbaugebiets
Königsritt von Vlčnov (Jízda králů): Folklorefest, immaterielles UNESCO-Kulturerbe
Im Winter kleine Skihänge
Das Europamaut Team wünscht Ihnen eine schöne Reise
Wir wünschen Ihnen eine gute Fahrt nach Tschechien und stehen Ihnen bei Fragen zu den Mautregelungen gerne zur Verfügung. Nutzen Sie auch gerne unseren Routenplaner, um Ihre Reise perfekt zu planen und passende Mautprodukte angezeigt zu bekommen. Kontaktieren Sie uns bei weiteren Fragen zu Ihrer Reise oder unserer digitalen Vignette über unsere E-Mail.
Häufige Fragen zu Wandergebiete
Alle wichtigen Antworten zu den Wandergebieten Tschechiens.
Welche bekannten Wandergebiete gibt es in Tschechien neben dem Böhmerwald?
Dazu zählen unter anderem die Böhmische Schweiz, das Böhmische Paradies, das Erzgebirge, das Riesengebirge, das Isergebirge, das Altvatergebirge, die Adersbach- und Weckelsdorfer Felsenstadt, der Mährische Karst, die Beskiden und die Weißkarpaten.