Der Karawankentunnel verbindet die beiden europäischen Länder Österreich im Süden und Slowenien im Nordwesten miteinander. Errichtet wurde der Tunnel in den Jahren 1986 bis 1991. Mit einer Gesamtlänge von 7.864 Metern (rund 7,9 Kilometern) umfasst er 4.402 Meter auf österreichischer und 3.546 Meter auf slowenischer Seite und trägt seinen Namen aufgrund der Verbindung Österreichs mit den slowenischen Karawanken. Über die A11 stellt er eine direkte Verbindung durch die slowenischen Karawanken zur slowenischen E61 her.
Um die Kapazität des Karawankentunnels weiter zu erhöhen, hat die ASFINAG im September 2018 den Vollausbau der Strecke auf der A 11 in Angriff genommen. Im ersten Schritt entstand die zweite Tunnelröhre (Oströhre). Nach einer Bauzeit von knapp siebeneinhalb Jahren wurde sie Mitte März 2026 fertiggestellt und in Betrieb genommen.
Unmittelbar im Anschluss beginnt die Generalsanierung der Bestandsröhre (Weströhre). Während dieser Arbeiten wird der Verkehr vorerst im Gegenverkehr durch die neue Röhre geführt. Die Sanierung soll Mitte 2029 abgeschlossen sein. Danach können beide Röhren im regulären Richtungsverkehr befahren werden, und der Gegenverkehr entfällt.
Dank des Karawankentunnels hat sich die Fahrzeit von Villach (nächstgrößere Stadt nordwestlich des Karawankentunnels auf österreichischer Seite) nach Ljubljana (nächstgrößere Stadt südöstlich in der Nähe des Karawankentunnels auf slowenischer Seite) für rund 2.000 Fahrzeuge pro Stunde (Kapazität) um etwa eine Stunde verkürzt.
Wir wünschen Ihnen eine gute Fahrt nach Österreich und stehen Ihnen bei Fragen zu den Mautregelungen gerne zur Verfügung. Detaillierte Informationen zur Maut in Österreich finden Sie in unserem Ratgeber. Nutzen Sie auch gerne unseren Routenplaner, um Ihre Reise perfekt zu planen und passende Mautprodukte angezeigt zu bekommen. Kontaktieren Sie uns bei weiteren Fragen zu Ihrer Reise oder unserer digitalen Vignette gerne über unsere E-Mail.
Ja, der Karawankentunnel ist streckenmautpflichtig. Für die Nutzung fallen daher, unabhängig vom Besitz einer Vignette, zusätzliche Gebühren an.
Ja, am Karawankentunnel ist die Bezahlung mit EC-Karte möglich.
Der Karawankentunnel kann umfahren werden, indem Sie die 109 südwestlich von Villach befahren und die slowenische Grenze über den sogenannten Wurzenpass überqueren. Auf slowenischer Seite führt die Strecke anschließend über die 201 weiter in Richtung Podkoren.
Da der Wurzenpass stellenweise sehr steil ist (Steigungen bis zu 18 %), ist er für längere Fahrzeuge wie Wohnmobile (insbesondere bei Glätte und/oder Schnee) nicht zu empfehlen.