Grenze Slowenien Ungarn
Die Grenzübergänge zwischen Slowenien und Ungarn bilden wichtige Verbindungsstellen zwischen zwei Ländern, an denen grenzüberschreitender Verkehr stattfindet. Damit kommt ihnen sowohl für den internationalen Handel als auch für den Tourismus eine besondere Bedeutung zu. Slowenien und Ungarn teilen sich eine 102 km lange Grenze. Entlang dieser Grenze befinden sich mehrere Grenzübergänge, die den Verkehr zwischen beiden Ländern deutlich erleichtern.
Bekannte Grenzübergänge zwischen Ungarn und Slowenien
Zu den wichtigsten Grenzübergängen zählen insbesondere die folgenden Verbindungen:
Grenzübergang Pince – Tornyiszentmiklós: der einzige Autobahnübergang zwischen Slowenien und Ungarn. Hier geht die slowenische Autobahn A5 in die ungarische M70 über; die M70 ist ab der Staatsgrenze vignettenpflichtig.
Grenzübergang Dolga vas – Rédics: verbindet die Gegend um Lendava (Slowenien) mit Rédics und Lenti in Ungarn und ist ein wichtiger Straßenübergang für den internationalen Verkehr.
Grenzübergang Hodoš – Bajánsenye: ein kleinerer Straßenübergang, der vor allem für den regionalen Verkehr und die lokale Bevölkerung eine Rolle spielt.
Slowenien
Im folgenden Abschnitt erhalten Sie einen kurzen Überblick darüber, ob Sie in Slowenien eine Vignette benötigen, eine streckenbezogene Maut entrichten müssen oder ob es zusätzlich Sondermautstrecken zu beachten gibt. Detaillierte Informationen zur Maut und Sondermaut in Slowenien finden Sie in unserem Ratgeber.
Vignettenpflicht (oder nicht?)
Wenn Sie auf Ihrer Reise slowenische Autobahnen und Schnellstraßen nutzen möchten, benötigen Sie für Fahrzeuge bis 3,5 t zGG eine elektronische Vignette, die sogenannte E-Vinjeta. Es gibt drei Mautklassen: Klasse 1 für Motorräder, Klasse 2A für Fahrzeuge bis 1,30 m Höhe über der Vorderachse (die meisten Pkw) sowie für alle Wohnmobile bis 3,5 t und Klasse 2B für Fahrzeuge ab 1,30 m Höhe über der Vorderachse (z. B. viele Transporter). Bei Fahrzeugen mit einem höheren zulässigen Gesamtgewicht entfällt die Vignettenpflicht; stattdessen wird eine streckenbezogene Maut erhoben. Zusätzlich gibt es Sondermautstrecken, bei denen unabhängig vom Fahrzeuggewicht weitere Gebühren anfallen, etwa bei der Nutzung des Karawankentunnels.
Streckenbezogene Maut
Wenn Ihr Fahrzeug über 3,5 t zGG liegt, benötigen Sie anstelle der Vignette ein DarsGo-Sendegerät zur Erhebung der streckenbezogenen Maut. Diese setzt sich aus den gefahrenen Kilometern, der Anzahl der Achsen sowie der Euro-Emissionsklasse, also der Höhe der Schadstoffbelastung, zusammen. Zusätzlich berücksichtigt der Tarif die CO₂-Emissionsklasse des Fahrzeugs. Das gilt auch für Wohnmobile über 3,5 t.
Besonderheit des Karawankentunnels (Sondermautstrecke)
Auch wenn der Karawankentunnel selbst kein vignettenpflichtiger Streckenabschnitt ist, wird er über vignettenpflichtige Straßen erreicht. Der Tunnel verbindet Österreich mit Slowenien und wird vor allem für die Grenzüberquerung genutzt. Wenn Sie also von Österreich nach Slowenien reisen und dabei den Karawankentunnel nutzen möchten, sollten Sie die zusätzlichen Gebühren für diese Sondermautstrecke berücksichtigen und rechtzeitig eine digitale Vignette für die Zufahrtsstraßen erwerben.
Ungarn
Im folgenden Abschnitt erhalten Sie einen kurzen Überblick darüber, ob Sie in Ungarn eine Vignette benötigen oder eine streckenbezogene Maut entrichten müssen. Detaillierte Informationen zur Maut in Ungarn finden Sie in unserem Ratgeber.
Vignettenpflicht (oder nicht?)
In Ungarn gilt eine Vignettenpflicht für Pkw, Gespanne und Wohnmobile. Verwendet wird die sogenannte e-Matrica, also die ungarische elektronische Vignette, bei der die Maut digital über das Kennzeichen kontrolliert wird. Es empfiehlt sich, die e-Vignette bereits vor Reiseantritt online zu erwerben, da beim Befahren gebührenpflichtiger Strecken ohne gültige e-Vignette eine Zusatzgebühr fällig wird (2026: 27.790 HUF bei Zahlung innerhalb von 60 Tagen, danach 95.730 HUF).
Je nach Fahrzeugklasse werden unterschiedliche Mautgebühren erhoben. So brauchen beispielsweise Pkw mit 8 oder 9 Sitzplätzen (inkl. Fahrer) die teurere Kategorie D2, Pkw mit bis zu 7 Sitzplätzen die Kategorie D1. Weitere Informationen zu den verschiedenen Fahrzeugklassen finden Sie hier:
D1M: Motorräder (Tagesvignette, 10-Tage-Vignette und Monatsvignette; Jahres- und Komitatsvignette als D1-Produkt)
D1: Motorräder (Jahresvignette), Pkw und Wohnmobile (Fahrzeugklasse M1) bis 3,5 t zGG und bis 7 Sitze, auch mit Anhänger
D2: Nutzfahrzeuge, Pkw und Wohnmobile bis 3,5 t zGG, die in keine andere Kategorie fallen, sowie – seit dem 1. Januar 2026 – Wohnmobile über 3,5 t zGG
U: Anhänger bis 3,5 t zGG für Fahrzeuge der Klasse D2
Falls Sie sich bei der Einordnung Ihres Fahrzeugs unsicher sind, finden Sie weiterführende Informationen zu den Fahrzeugklassen in unserem Ratgeber.
Streckenbezogene Maut
Eine streckenbezogene Maut ist in Ungarn für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 t zGG zu entrichten. Das bedeutet, dass Lkw und Busse eine streckenabhängige elektronische Maut bezahlen müssen, die über das HU-GO-System erfasst wird. In diesen Fällen ersetzt die streckenbezogene Maut die Vignette, sodass keine zusätzliche Vignette erforderlich ist. Ausnahme Wohnmobile: Seit dem 1. Januar 2026 benötigen auch Wohnmobile über 3,5 t zGG wieder eine E-Vignette (Kategorie D2); HU-GO ist für Wohnmobile seitdem nicht mehr möglich.
Das Europamaut-Team wünscht Ihnen eine schöne Reise!
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