Österreich: ASFINAG warnt vor gefälschten E-Mails zu Vignetten-Nachzahlungen (September 2026)
Die österreichische Autobahngesellschaft ASFINAG warnt aktuell vor einer massiven Welle gefälschter E-Mails, die angeblich eine offene Nachforderung wegen einer fehlenden Vignette ankündigen. Die Betrüger fordern darin den nachträglichen Kauf einer 10-Tages-Vignette für 12,36 Euro und drohen bei Nichtzahlung mit einer Geldstrafe von bis zu 3.000 Euro.
Die Masche ist rein digital erfunden: ASFINAG verschickt bei einer fehlenden Vignette grundsätzlich keine E-Mails, sondern ausschließlich Zahlungsaufforderungen per Post. Der in den Fake-Mails verlinkte Zahlungslink führt auf die Domain „autobahnen-asfinag.eu“, die erst am 10. April 2026 registriert wurde und in keinerlei Verbindung zur echten ASFINAG-Adresse asfinag.at steht.
So funktioniert die Betrugsmasche
Die E-Mails geben vor, vom „ASFINAG Servicecenter“ zu stammen, und behaupten, beim Befahren des hochrangigen Straßennetzes sei keine gültige Vignette vorhanden gewesen. Empfänger werden aufgefordert, über einen Link eine Ersatzvignette zu bezahlen und dabei ihre Kreditkartendaten einzugeben. Wer bezahlt, gibt seine Zahlungsdaten direkt an die Betrüger weiter, ohne dass eine echte Vignette oder Nachzahlung dahintersteht.
So erkennen Sie die Fälschung
Absenderadresse und Linkziel weichen von asfinag.at ab (hier: „autobahnen-asfinag.eu“)
ASFINAG verschickt Nachforderungen wegen einer fehlenden Vignette ausschließlich per Post, nie per E-Mail
Der geforderte Betrag von 12,36 Euro liegt weit unter der tatsächlichen Ersatzmaut bei einer echten Kontrolle
Dieselbe Vorsicht gilt für gefälschte Vignetten-Webshops, die vor allem in der Reisesaison mit vermeintlichen Rabatten locken – eine ausführliche Übersicht typischer Warnzeichen finden Sie in unserem Ratgeber zu gefälschten Vignetten-Webshops.
Was tun, wenn Sie eine solche Mail erhalten haben
Klicken Sie keinesfalls auf den Zahlungslink und geben Sie keine Bank- oder Kreditkartendaten ein. Prüfen Sie im Zweifel direkt im Browser die offizielle Adresse shop.asfinag.at, statt einem Link in der E-Mail zu folgen. Haben Sie bereits Daten eingegeben, kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank, lassen Sie die Karte sperren und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Wie viel eine echte österreichische Vignette 2026 kostet und was sich am Vertriebssystem ändert, lesen Sie in unserem Beitrag Vignette Österreich 2026: Preise gestiegen, ab 2027 nur noch digital.
Wie hoch die reale Ersatzmaut bei einer fehlenden Vignette in Österreich tatsächlich ausfällt, erklären wir ausführlich auf unserer Seite Vignette Österreich.
Maut in Österreich auf einen Blick
Für Pkw, Motorräder und Wohnmobile bis 3,5 t tzGm gilt auf Autobahnen und Schnellstraßen die digitale Vignettenpflicht – ein Pauschalbetrag für einen festen Zeitraum.
Für Lkw, Busse und größere Wohnmobile über 3,5 t tzGm gilt stattdessen die streckenbezogene Maut über die GO-Box, deren Höhe unter anderem von Streckenlänge, Achszahl und Emissionsklasse abhängt. Zusätzlich fällt auf einzelnen Tunneln und Passstraßen (z. B. Brenner, Tauerntunnel, Karawankentunnel) eine gesonderte Sondermaut an – unabhängig vom sonstigen Mautprodukt.
Alle Details zur Maut in ÖsterreichDie Vignetten-Flatrate erklärt
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* ASFINAG-Mautgebühr (10-Tage-Vignette): 12,80€, volle Kostenübernahme der Mautgebühr durch DMC, Pauschalpreis (pro Kalendermonat): 12,80 €, Kündigungsfrist 0 Tage
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Häufige Fragen
Alles Wichtige zur ASFINAG-Phishing-Warnung
Verschickt die ASFINAG E-Mails, wenn ich ohne gültige Vignette unterwegs war?
Nein. Die ASFINAG fordert eine Ersatzmaut ausschließlich schriftlich per Post an. E-Mails, die eine Nachzahlung fordern und mit einer Geldstrafe drohen, stammen nicht von der ASFINAG, sondern von Betrügern.