Blog Neuigkeiten Italien: Maut-Cashback bei Baustellen-Stau ab jetzt möglich
Zuletzt aktualisiert: 10.06.2026 Lesezeit: 5 Minute(n)

Maut-Cashback bei Baustellen-Stau offiziell gestartet

 

Maut-Rückerstattung in Italien seit Juni 2026 möglich

Seit dem 1. Juni 2026 ist das angekündigte Maut-Cashback-System in Italien offiziell in Kraft. Autofahrer können sich unter bestimmten Voraussetzungen einen Teil der gezahlten Autobahnmaut zurückerstatten lassen, wenn es aufgrund von Baustellen zu erheblichen Verzögerungen kommt.

Über die Hintergründe der neuen Regelung, die geplanten Änderungen sowie die Ziele der italienischen Verkehrsregulierungsbehörde haben wir bereits ausführlich berichtet. Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag „Italien plant Maut-Erstattung bei Stau“.

So beantragen Reisende die Erstattung

Die Rückerstattung kann über das offizielle Cashback-Portal der italienischen Autobahnbetreiber beantragt werden. Auch Reisende aus dem Ausland können das System nutzen.

Für die Beantragung als nicht registrierter Nutzer werden lediglich eine Mautquittung und eine gültige E-Mail-Adresse benötigt. Die Quittung kann etwa vier Stunden nach der Durchfahrt verwendet werden. Nach dem Absenden des Antrags erhalten Nutzer per E-Mail einen Code, mit dem sich der Bearbeitungsstand der Rückerstattung jederzeit online verfolgen lässt.

Auch für deutsche Urlauber nutzbar

Die Nutzung des Cashback-Portals ist ausdrücklich auch für ausländische Fahrzeughalter vorgesehen. Eine Registrierung ist nur erforderlich, wenn ein elektronisches Mautsystem wie Telepass genutzt wird oder wenn regelmäßig Erstattungen beantragt werden sollen.

Wer sich registrieren möchte, benötigt allerdings eine italienische Steuernummer (Codice Fiscale) beziehungsweise eine italienische Umsatzsteuer-Identifikationsnummer für Unternehmen. Für die einmalige Beantragung einer Rückerstattung ist eine Registrierung jedoch nicht notwendig.

 

Mautsystem in Italien: So funktioniert es!

Unabhängig vom neuen Cashback-System gilt in Italien weiterhin das bestehende Mautsystem. Anders als in Ländern wie Österreich oder der Schweiz gibt es keine Vignettenpflicht. Stattdessen wird auf den meisten Autobahnen eine streckenbezogene Maut erhoben, die sich nach der gefahrenen Strecke und der Fahrzeugklasse richtet.

In der Praxis bedeutet das, dass Autofahrer beim Auffahren auf die Autobahn ein Ticket ziehen und die Gebühr beim Verlassen der Strecke bezahlen. Neben dem klassischen geschlossenen Mautsystem gibt es auf einigen Strecken auch pauschale Gebühren oder moderne Free-Flow-Systeme, bei denen das Kennzeichen automatisch erfasst wird und kein Anhalten erforderlich ist.

Zusätzlich können in Italien weitere Kosten entstehen, etwa für bestimmte Tunnel, Passstraßen oder Zufahrten zu Innenstädten mit verkehrsbeschränkten Zonen. Eine gute Vorbereitung der Route hilft daher, unerwartete Gebühren zu vermeiden. Weitere Informationen zur Maut in Italien finden Sie in unserem Ratgeber.

 

Das Europamaut-Team wünscht Ihnen eine schöne Reise!

Bei uns erhalten Sie regelmäßig die wichtigsten Neuigkeiten rund um Maut- und Verkehrsregelungen in Europa. Wenn Sie eine Reise nach Italien planen, informieren Sie sich am besten vorab bei uns über die geltenden Mautbestimmungen in Italien. Gerne können Sie für Ihre Reiseplanung unseren Routenplaner nutzen. Außerdem ist unser Support-Team bei Fragen per E-Mail rund um die Uhr erreichbar.



FAQ: Maut-Cashback in Italien

Wer kann die Maut-Rückerstattung in Italien beantragen?

Das Maut-Cashback-System steht sowohl italienischen als auch ausländischen Autofahrern zur Verfügung. Auch deutsche Urlauber können eine Erstattung beantragen, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind.

 

Seit wann gilt das neue Cashback-System?

Die Regelung ist am 1. Juni 2026 in Kraft getreten und gilt zunächst für Autobahnabschnitte, die von einem einzelnen Betreiber verwaltet werden. Ab dem 1. Dezember 2026 soll das System auch auf Strecken mit mehreren Betreibern ausgeweitet werden.

 

Wie beantrage ich die Rückerstattung?

Die Erstattung kann über das offizielle Cashback-Portal der italienischen Autobahnbetreiber beantragt werden. Nicht registrierte Nutzer benötigen dafür lediglich ihre Mautquittung und eine gültige E-Mail-Adresse.

 

Muss ich mich für das Cashback-System registrieren?

Nein. Für eine einmalige Beantragung ist keine Registrierung erforderlich. Eine Registrierung ist vor allem für Nutzer elektronischer Mautsysteme wie Telepass oder für Vielfahrer vorgesehen.

 

Welche Unterlagen werden für den Antrag benötigt?

Für die Beantragung als nicht registrierter Nutzer werden die Mautquittung der betroffenen Fahrt sowie eine E-Mail-Adresse benötigt.

 

Können auch deutsche Urlauber das Maut-Cashback nutzen?

Ja. Das System ist ausdrücklich auch für Reisende aus dem Ausland vorgesehen.

 

Wann kann ich den Antrag stellen?

Die Mautquittung kann in der Regel etwa vier Stunden nach der Durchfahrt für die Beantragung genutzt werden.

 

Wie erfahre ich, ob mein Antrag bearbeitet wird?

Nach dem Absenden des Antrags erhalten Sie per E-Mail einen individuellen Code. Mit diesem können Sie den Bearbeitungsstatus Ihrer Rückerstattung online verfolgen.

 

Gibt es für jede Verzögerung eine Rückerstattung?

Nein. Eine Erstattung wird nur unter bestimmten Voraussetzungen gewährt. Ob ein Anspruch besteht, hängt unter anderem von der Dauer der Verzögerung und den jeweiligen Bedingungen des Systems ab. Weitere Informationen finden Sie dazu in unserem letzten News-Beitrag zur Umsetzung der Mauterstattung in Italien.

 

Benötige ich als deutscher Fahrer eine italienische Steuernummer?

Nein, sofern Sie die Erstattung als nicht registrierter Nutzer beantragen. Eine italienische Steuernummer (Codice Fiscale) wird nur für die Registrierung benötigt.

Michelle Albrecht
Hallo, ich bin Michelle und schreibe für mein Leben gern. Als Texterin habe ich meine Leidenschaft zum Beruf gemacht! Natürlich lasse ich meiner Kreativität auch in meinen eigenen Büchern freien Lauf. Seit ich ein halbes Jahr in Australien gelebt habe, ist meine Reiselust noch größer geworden (und ich hätte nie gedacht, dass das noch möglich ist). Umso mehr freue ich mich, meinen Leserinnen und Lesern Tipps für ihre zukünftigen Abenteuer zu geben!