Strafen und Konsequenzen Ungarn
Bevor Sie sich auf Ihre Reise nach Ungarn begeben, sollte Ihnen bewusst sein, dass in Ungarn die Maut mithilfe einer Vignette oder der streckenbezogenen Maut entrichtet wird. Um Strafen zu vermeiden, ist es demnach entscheidend zu wissen, für wen die Vignettenpflicht und für wen die streckenbezogene Maut gilt.
Sie haben eine Vignette erworben und trotzdem eine Zahlungsaufforderung für eine Zusatzgebühr bekommen und fragen sich nun, wie das möglich ist? Wir geben Ihnen die Antwort und helfen Ihnen, dem Begleichen der Zusatzgebühr möglicherweise zu entgehen.
Strafen beim Nichtvorhandensein einer Vignette
Bei Nichteinhaltung dieser Regelungen drohen Ihnen Strafen.
Was können Sie vor der Abreise beachten?
Um diesen Strafen zu entgehen, empfehlen wir Ihnen, sich vor Ihrer Reise zu informieren, welche Mautregelungen in Ungarn gelten. Ihre Reise können Sie mit unserem Routenplaner genauer planen und mit Hilfe unserer Karte auf der Startseite können Sie sich einen besseren Überblick über die gebührenpflichtigen Strecken machen. Außerdem informiert Sie unser Beitrag zur Maut in Ungarn im Detail über die geltenden Mautregelungen.
Eine Pflicht, Belege zur digitalen Vignette mitzuführen, gibt es nicht, kontrolliert wird elektronisch über das Kennzeichen. Bewahren Sie die Kaufbestätigung bzw. den Kontrollabschnitt aber bis drei Jahre nach Ablauf der Gültigkeit auf, denn Sie brauchen ihn für spätere Korrekturen. Der Nachweis einer Vignette kann durch den Kontrollabschnitt erfolgen. Sollten Sie nicht mehr im Besitz dieses Kontrollabschnitts sein, dann sollten Sie eine Kopie anfordern.
Welche Strafen kommen auf Sie zu?
Andernfalls gilt: Wer in Ungarn ohne gültige Vignette auf einer vignettenpflichtigen Strecke unterwegs ist oder beim Kauf der Vignette falsche Angaben (fehlerhaftes Kennzeichen, falsches Länderkennzeichen) macht, muss seit dem 1. Januar 2026 eine Zusatzgebühr von 27.790 Forint (rund 76 €) zahlen, wenn er sie innerhalb von 60 Tagen begleicht. Durch die Videokontrollen der Mautstrecken können Sie sich sicher sein, dass Sie bei einer fehlenden Vignette erfasst werden und eine Zusatzgebühr zahlen müssen.
Was passiert, wenn Sie Ihre Strafe nicht bezahlen?
Wird die Summe nicht innerhalb von 60 Tagen beglichen, steigt die Zusatzgebühr auf 95.730 Forint (rund 262 €). Die Frist läuft ab Erhalt der Zahlungsaufforderung, bei einer Kontrolle vor Ort ab dem Kontrolltag.
Maut in Ungarn
Vignettenpflicht
In Ungarn herrscht eine Vignettenpflicht für Pkw (auch mit Anhänger), Motorräder, Transporter und andere Fahrzeuge bis 3,5 t zGG sowie seit dem 1. Januar 2026 für alle Wohnmobile, auch über 3,5 t zGG. Mit der sogenannten e-Matrica (ungarische Vignette) wird die Maut elektronisch mit Hilfe des Kennzeichens überprüft. Beim Nichtvorhandensein während des Befahrens einer gebührenpflichtigen Strecke wird eine Zusatzgebühr fällig.
Genauere Informationen zu den verschiedenen Fahrzeugklassen sowie den Mautregelungen in Ungarn können Sie in unserem Ratgeber finden.
Streckenbezogene Maut
Die streckenbezogene Maut müssen Sie entrichten, wenn Ihr Fahrzeug über 3,5 t zGG wiegt. Das heißt, Lkw und Busse über 3,5 t zGG zahlen statt einer Vignette eine streckenabhängige elektronische Maut, die über das HU-GO-System (elektronische Mauterfassung) ermittelt wird. Wohnmobile sind davon ausgenommen: Sie brauchen seit dem 1. Januar 2026 unabhängig vom Gewicht eine Vignette (über 3,5 t zGG die Kategorie D2).
Strafe trotz vorhandener Vignette
Es ist wichtig, dass Sie sich vor dem Erwerb einer digitalen Vignette genau informieren, welcher Fahrzeugklasse Ihr Fahrzeug angehört. Andernfalls können trotz erworbener Vignette zusätzliche Gebühren anfallen. Außerdem sollten Sie den Nachweis (Kontrollabschnitt) über den Erwerb einer digitalen Vignette zur Sicherheit aufbewahren. Es gibt verschiedene Gründe für eine Zusatzgebühr trotz erworbener Vignette:
Gebührenkategorie: Die erworbene Gebührenkategorie der digitalen Vignette liegt in einer niedrigeren Kategorie als die Gebührenkategorie, in die das Fahrzeug tatsächlich fällt. Informieren Sie sich hier über die verschiedenen Gebührenkategorien und den damit einhergehenden Fahrzeugklassen.
Falsche Angaben: Das angegebene Kenn- oder Nationalitätszeichen weicht vom gegenwärtigen Kenn- oder Nationalitätszeichen ab. Sollte einer dieser beiden Fälle eintreten und Sie haben beim Erwerb der digitalen Vignette auf dem Kontrollabschnitt das Kennzeichen- und/oder das Nationalitätszeichen nachweislich falsch notiert, können Sie eine Korrektur vornehmen. Diese Korrektur muss innerhalb von 60 Tagen ab Erhalt der schriftlichen Aufforderung zur Zahlung der Zusatzgebühr vorgenommen werden. Außerdem ist eine Korrektur nur bei einer Abweichung von höchstens drei Zeichen möglich; sie kostet 1.470 Forint (rund 4 €), bei verwechselten Zeichen wie 0 und O oder 1 und I ist sie kostenlos.
Gültigkeit der Vignette: Die erworbene digitale Vignette ist nicht mehr oder noch nicht gültig.
Das Europamaut-Team wünscht Ihnen eine schöne Reise!
Die Zusatzgebühr für das Fahren ohne eine gültige Vignette ist deutlich höher als der Kauf einer Vignette. Wenn Sie also eine Vignette kaufen und alle Ihre angegebenen Daten kontrolliert haben, sind Sie auf der sicheren Seite. Auch wenn Sie die vignettenpflichtigen Straßen umfahren möchten, können Ihnen Baustellen oder neue Straßen einen Strich durch die Rechnung machen. Wenn Sie eine stressfreie Reise haben wollen und keine Zahlungsaufforderung für eine Zusatzgebühr erhalten möchten, raten wir Ihnen, sich eine Vignette für Ungarn zu kaufen. Weitere Informationen zur Maut in Ungarn finden Sie in unserem Ratgeber. Nutzen Sie gerne auch unseren Routenplaner, um Ihre Reise optimal zu planen und passende Mautprodukte angezeigt zu bekommen. Bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit per E-Mail zur Verfügung.
Häufige Fragen zu Strafen und Konsequenzen in Ungarn
Alle wichtigen Antworten zur Zusatzgebühr rund um die Vignettenpflicht in Ungarn.
Was kostet eine fehlende Vignette in Ungarn?
Wer ohne gültige Vignette auf einer vignettenpflichtigen Strecke unterwegs ist, zahlt seit dem 1. Januar 2026 eine Zusatzgebühr von 27.790 Forint (rund 76 Euro), wenn sie innerhalb von 60 Tagen beglichen wird, danach 95.730 Forint (rund 262 Euro).