Grenzübergang Slowenien Italien

Zuletzt aktualisiert: 26.02.2026 Lesezeit: 3 Minute(n)

Die Grenze zwischen Slowenien und Italien ist über 200 km lang und verläuft vom Nordwesten Sloweniens entlang der Alpen bis zum Adriatischen Meer im Südwesten.

Grenzkontrollen

Zwischen Slowenien und Italien fanden über viele Jahre hinweg keine Grenzkontrollen statt, da beide Länder Teil des Schengen-Raums sind. Im Jahr 2023 wurden jedoch wieder Kontrollen eingeführt. Hintergrund hierfür war die erhöhte Terrorismusgefahr im Zusammenhang mit dem Angriff der Hamas auf Israel sowie mit Anschlägen in Frankreich und Belgien. Diese Maßnahmen wurden im Juni 2024 um weitere sechs Monate verlängert. Auch wenn seit Januar 2025 offiziell keine Kontrollen mehr festgelegt sind, empfiehlt es sich, sich vor der Reise regelmäßig über den aktuellen Stand zu informieren. Grundsätzlich ist es ratsam, gültige Ausweisdokumente mitzuführen.

Grenzübergänge

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über einige der wichtigsten Grenzübergänge zwischen Slowenien und Italien.

  • Tarvisio (Grenzübergang im Norden): Dieser Grenzübergang führt von Tarvisio nach Kranjska Gora (Kronau). Wenn Sie von dort dem Fluss Save folgen und auf die A2/E61 fahren, gelangen Sie zum Flughafen Jože Pučnik sowie zur Hauptstadt Sloweniens, Ljubljana.

  • Muggia (Grenzübergang im Süden): Die Hafenstadt Muggia liegt nur etwa 15 Minuten von Triest entfernt und stellt eine weitere Möglichkeit zum Grenzübertritt dar. Von Muggia aus gelangen Sie nach Koper (Gafers) in Slowenien oder können die Strecke über Hrvatini nutzen. Dieser Übergang eignet sich auch, wenn Sie anschließend nach Kroatien weiterreisen möchten.

  • Fernetti – Sežana (Nähe Triest): Dieser Grenzübergang befindet sich in der Nähe von Triest und zählt zu den am häufigsten genutzten Übergängen zwischen beiden Ländern. Die Hafenstadt Triest liegt an der Oberen Adria und befindet sich nur wenige Kilometer von der Grenze entfernt. Die Verbindung führt von Fernetti über die E61 (oder E70) in die slowenische Gemeinde Sežana (Zizan). Gleichzeitig ist diese Europastraße Teil der Route zur slowenischen Hauptstadt Ljubljana.

Slowenien

Der folgende Abschnitt gibt Ihnen einen Überblick darüber, ob Sie in Slowenien eine Vignette benötigen und welche mautpflichtigen Streckenabschnitte zusätzlich zu beachten sind.

Vignettenpflicht (oder nicht?)

Wenn Sie auf Ihrer Reise slowenische Autobahnen und Schnellstraßen nutzen möchten, benötigen Fahrzeuge unter 3,5 t zGG eine elektronische Vignette, die sogenannte E-Vinjeta. Bei Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 t zGG entfällt die Vignettenpflicht. In diesem Fall wird eine streckenbezogene Maut erhoben. Darüber hinaus gibt es Sondermautstrecken, bei denen unabhängig vom Fahrzeuggewicht zusätzliche Gebühren anfallen, beispielsweise bei der Nutzung des Karawankentunnels.

Streckenbezogene Maut

Wenn Ihr Fahrzeug über 3,5 t zGG liegt, benötigen Sie anstelle der Vignette ein DarsGo-Sendegerät zur Erhebung der streckenbezogenen Maut. Diese Maut berechnet sich aus den gefahrenen Kilometern, der Anzahl der Achsen sowie der Euro-Emissionsklasse des Fahrzeugs. Die Euro-Emissionsklassen werden in Schadstoffklassen von 1 bis 6 unterteilt, wobei Klasse 1 eine hohe und Klasse 6 eine geringe Schadstoffbelastung beschreibt.

Besonderheit des Karawankentunnels (Sondermautstrecke)

Der Karawankentunnel ist eine Sondermautstrecke, für deren Nutzung zusätzliche Gebühren anfallen. Auch wenn der Tunnel selbst kein vignettenpflichtiger Abschnitt ist, führen die Zufahrtsstraßen über vignettenpflichtige Strecken. Der Tunnel verbindet Österreich mit Slowenien und wird häufig für die Grenzüberquerung genutzt. Wenn Sie also von Österreich nach Slowenien reisen und dabei den Karawankentunnel nutzen möchten, sollten Sie sowohl die zusätzliche Tunnelmaut als auch eine gültige Vignette für die Zufahrtsstraßen berücksichtigen. Weitere Informationen zur digitalen Vignette in Österreich finden Sie hier.

Italien

Der folgende Abschnitt gibt Ihnen einen Überblick darüber, ob Sie in Italien eine Vignette benötigen und welche mautpflichtigen Strecken zu beachten sind.

Italien: Vignettenpflicht (oder nicht?)

In Italien besteht keine Vignettenpflicht. Stattdessen wird eine streckenbezogene Autobahnmaut erhoben. Zusätzlich können Gebühren für bestimmte Tunnel, Passstraßen, Autoverladungen sowie für sogenannte City-Maut-Zonen anfallen.

Streckenbezogene Maut

Die meisten italienischen Autobahnen sind gebührenpflichtig, während Schnellstraßen in der Regel kostenlos genutzt werden können. Die Höhe der Autobahnmaut richtet sich nach der gefahrenen Strecke sowie nach der Fahrzeugklasse bzw. der Anzahl der Achsen. Die Bezahlung erfolgt an Mautstationen. In Italien existieren verschiedene Systeme zur Mauterhebung:

  • Geschlossenes Mautsystem: Dieses System ist auf den meisten Autobahnen üblich. Beim Auffahren auf die Autobahn wird ein Ticket gezogen, das beim Verlassen der Strecke bezahlt wird. Die Höhe der Maut richtet sich nach der gefahrenen Strecke.

  • Offenes Mautsystem: Hier wird ein pauschaler Betrag an einer Mautstation erhoben. Dieses System gilt beispielsweise auf Abschnitten der A9 (Como–Mailand), A8 (Varese–Mailand) oder A5 (Mont Blanc–Aosta).

  • Free-Flow-System: Bei diesem System wird das Kennzeichen automatisch erfasst, sodass kein Anhalten erforderlich ist. Dieses System wird unter anderem auf den Autobahnen A33, A36, A59 und A60 eingesetzt.

An den meisten Mautstationen kann bar sowie mit Kredit- oder Bankkarte bezahlt werden. Zusätzlich stehen verschiedene elektronische Bezahlsysteme zur Verfügung, beispielsweise die ADAC-Mautbox, Telepass, bip&go oder die Camper-Mautbox. Mit diesen Systemen können Sie die gelb markierten Telepass-Spuren nutzen und die Maut ohne anzuhalten bezahlen.

  • ADAC-Mautbox: Geeignet für Fahrzeuge unabhängig von Höhe und Gewicht.

  • Telepass: Ebenfalls für Fahrzeuge aller Klassen geeignet und online oder an speziellen Verkaufsstellen erhältlich.

  • bip&go: Für Fahrzeuge bis 3,5 t geeignet.

  • Camper Mautbox: Für Wohnmobile über 3,5 t geeignet.

Gebührenpflichtige Tunnel und Pass-Straßen

In Italien gibt es außerdem mehrere gebührenpflichtige Tunnel und Passstraßen, darunter:

  • Großer St. Bernhard Straßentunnel (Schweiz–Italien)

  • Munt-La-Schera Straßentunnel (Schweiz–Italien)

  • Mont-Blanc Straßentunnel (Frankreich–Italien)

  • Fréjus-Straßentunnel (Frankreich–Italien)

  • Timmelsjoch-Hochalpenstraße (Österreich–Italien)

Gebührenpflichtige Autoverladungen

Darüber hinaus gibt es kostenpflichtige Autoverladungen durch Tunnelverbindungen:

  • Simplontunnel Autoverladung (Schweiz–Italien)

  • Lötschberg- und Simplontunnel Autoverladung (Schweiz–Italien)

City-Maut: Zufahrt zu den Innenstädten von Mailand, Bologna und Palermo

In einigen italienischen Städten wird für die Einfahrt in bestimmte verkehrsbeschränkte Zonen (ZTL) eine pauschale City-Maut erhoben. Dazu zählen unter anderem die Innenstädte von Mailand, Bologna und Palermo.

Ihre Reise beginnt jetzt!

Bestellen Sie Ihre Vignette bequem online. So können Sie die vignettenpflichtigen Autobahnen entspannt nutzen. Informationen zu Sehenswürdigkeiten in Slowenien finden Sie ebenfalls in unserem Ratgeber. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Reise.

Michelle Albrecht
Hallo, ich bin Michelle und schreibe für mein Leben gern. Als Texterin habe ich meine Leidenschaft zum Beruf gemacht! Natürlich lasse ich meiner Kreativität auch in meinen eigenen Büchern freien Lauf. Seit ich ein halbes Jahr in Australien gelebt habe, ist meine Reiselust noch größer geworden (und ich hätte nie gedacht, dass das noch möglich ist). Umso mehr freue ich mich, meinen Leserinnen und Lesern Tipps für ihre zukünftigen Abenteuer zu geben!