Vignette Österreich Karawankentunnel (Sondermaut)

Karawankentunnel (Sondermaut)

Zuletzt aktualisiert: 02.10.2026 Lesezeit: 4 Minuten

Karawankentunnel: Länge, Lage und Ausbau

Karawankentunnel

Der Karawankentunnel verbindet die beiden europäischen Länder Österreich im Norden und Slowenien im Süden miteinander. Errichtet wurde der Tunnel in den Jahren 1986 bis 1991. Wie lang ist der Karawankentunnel? Insgesamt misst er 7.864 Meter (rund 7,9 Kilometer), davon 4.414 Meter auf österreichischer und 3.450 Meter auf slowenischer Seite. Seinen Namen trägt er aufgrund der Verbindung Österreichs mit den slowenischen Karawanken. Über die A11 stellt er eine direkte Verbindung durch die slowenischen Karawanken zur slowenischen E61 her.

Um die Kapazität des Karawankentunnels weiter zu erhöhen, hat die ASFINAG im September 2018 den Vollausbau der Strecke auf der A 11 in Angriff genommen. Im ersten Schritt entstand die zweite Tunnelröhre (Oströhre). Nach einer Bauzeit von knapp siebeneinhalb Jahren wurde sie Mitte März 2026 fertiggestellt und in Betrieb genommen.

Unmittelbar im Anschluss beginnt die Generalsanierung der Bestandsröhre (Weströhre). Während dieser Arbeiten wird der Verkehr vorerst im Gegenverkehr durch die neue Röhre geführt. Die Sanierung soll Mitte 2029 abgeschlossen sein. Danach können beide Röhren im regulären Richtungsverkehr befahren werden, und der Gegenverkehr entfällt.

Wie lange dauert eine Fahrt durch den Karawankentunnel?

Dank des Karawankentunnels hat sich die Fahrzeit von Villach (nächstgrößere Stadt nordwestlich des Karawankentunnels auf österreichischer Seite) nach Ljubljana (nächstgrößere Stadt südöstlich in der Nähe des Karawankentunnels auf slowenischer Seite) für rund 2.000 Fahrzeuge pro Stunde (Kapazität) um etwa eine Stunde verkürzt.

Was kostet die Karawankentunnel-Maut?

Der Karawankentunnel ist eine Sondermautstrecke (in Österreich auch Streckenmaut genannt). Für die Durchfahrt zahlen Sie deshalb eine eigene Maut, die nicht in der Vignette enthalten ist. Für Fahrzeuge bis 3,5 t tzGm, also zum Beispiel Pkw, Motorräder und Wohnmobile bis zu diesem Gewicht, kostet die Karawankentunnel-Maut 9,00 € pro Einzelfahrt (Tarif der ASFINAG, gültig seit 1. Januar 2026).

Eine Einzelfahrt durch den Karawankentunnel gilt für eine Fahrt in eine Richtung. Die Karawankentunnel-Maut hin und zurück zahlen Sie deshalb zweimal: in Richtung Süden an die österreichische ASFINAG, in Richtung Norden an den slowenischen Autobahnbetreiber DARS. Beide verlangen für Fahrzeuge bis 3,5 t jeweils 9,00 €, Hin- und Rückfahrt durch den Karawankentunnel kosten also zusammen 18,00 €. Für häufige Fahrten gibt es außerdem eine Karte für 14 Fahrten innerhalb von 30 Tagen zum Preis von 40,40 €. Sie ist an Ihr Kennzeichen gebunden. In Österreich heißt sie 14-Fahrten-Monatskarte A 11, in Slowenien bekommen Sie sie als Punktekarte an der Mautstelle Hrušica.

Wo zahlen Sie die Karawankentunnel-Maut Richtung Norden, von Slowenien nach Österreich?

In Fahrtrichtung Norden erhebt nicht die ASFINAG, sondern DARS die Maut für den Karawankentunnel. Sie bezahlen sie an der Mautstelle Hrušica auf slowenischer Seite, wahlweise bar, mit Kreditkarte oder mit Bankkarte. Ein digitales Streckenmaut-Ticket der ASFINAG gilt für die Fahrt von Slowenien nach Österreich nicht, und auch die slowenische E-Vignette deckt den Tunnel nicht ab. Die Maut für den Karawankentunnel in Richtung Österreich zahlen Sie also immer direkt vor Ort in Slowenien.

Wie zahlen Sie die Maut Richtung Süden, von Österreich nach Slowenien?

In Fahrtrichtung Süden kassiert die ASFINAG die Karawankentunnel-Maut an der Mautstelle Karawanken in Rosenbach bei St. Jakob im Rosental. An den Mautkabinen können Sie bar oder mit allen gängigen Kredit- und Bankomatkarten bezahlen. Alternativ kaufen Sie die Maut vorab online als digitale Streckenmaut, zum Beispiel im Mautshop der ASFINAG. Sie ist sofort nach dem Kauf gültig. An der Mautstelle wird Ihr Kennzeichen dann automatisch erkannt, und Sie können ohne Anhalten durchfahren.

Brauchen Sie für den Karawankentunnel eine Vignette?

Für den Sondermautabschnitt selbst nicht: Zwischen der Anschlussstelle St. Jakob im Rosental und der Staatsgrenze im Tunnel entfällt die österreichische Vignettenpflicht. Fahren Sie aber schon vorher auf die A11 auf, zum Beispiel bei Villach, brauchen Sie für dieses Teilstück eine gültige Vignette für Österreich. In Slowenien gilt nach der Mautstelle Hrušica wieder die Vignettenpflicht mit der slowenischen E-Vignette.

Einen Überblick über alle Sondermautstrecken finden Sie in unseren Ratgebern zur Sondermaut in Österreich und zur Sondermaut in Slowenien.

Das Europamaut-Team wünscht Ihnen eine schöne Reise!

Wir wünschen Ihnen eine gute Fahrt nach Österreich und stehen Ihnen bei Fragen zu den Mautregelungen gerne zur Verfügung. Detaillierte Informationen zur Maut in Österreich finden Sie in unserem Ratgeber. Nutzen Sie auch gerne unseren Routenplaner, um Ihre Reise perfekt zu planen und passende Mautprodukte angezeigt zu bekommen. Kontaktieren Sie uns bei weiteren Fragen zu Ihrer Reise oder unserer digitalen Vignette gerne über unsere E-Mail.

FAQ

FAQ zum Karawankentunnel

Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema.

Ist der Karawankentunnel streckenmautpflichtig?

Ja, der Karawankentunnel ist streckenmautpflichtig. Für die Nutzung fallen daher, unabhängig vom Besitz einer Vignette, zusätzliche Gebühren an.

Kann man am Karawankentunnel mit EC Karte zahlen?

Ja, am Karawankentunnel ist die Bezahlung mit EC-Karte möglich.

Kann man den Karawankentunnel umfahren?

Der Karawankentunnel kann umfahren werden, indem Sie die 109 südwestlich von Villach befahren und die slowenische Grenze über den sogenannten Wurzenpass überqueren. Auf slowenischer Seite führt die Strecke anschließend über die 201 weiter in Richtung Podkoren.

Ist der Wurzenpass auch für Wohnmobile geeignet?

Da der Wurzenpass stellenweise sehr steil ist (Steigungen bis zu 18 %), ist er für längere Fahrzeuge wie Wohnmobile (insbesondere bei Glätte und/oder Schnee) nicht zu empfehlen.

Was kostet die Maut für den Karawankentunnel?

Für Fahrzeuge bis 3,5 t kostet die Sondermaut 9,00 € pro Einzelfahrt (ASFINAG-Tarif ab 1. Januar 2026). Eine Einzelfahrt gilt für eine Richtung: Richtung Süden zahlen Sie an die ASFINAG, Richtung Norden an den slowenischen Betreiber DARS. Für Hin- und Rückfahrt fallen damit insgesamt 18,00 € an.

Wo bezahlt man die Karawankentunnel-Maut von Slowenien nach Österreich?

In Richtung Norden bezahlen Sie die Maut an der Mautstelle Hrušica auf slowenischer Seite beim Betreiber DARS, bar, mit Kreditkarte oder mit Bankkarte. Ein digitales Streckenmaut-Ticket der ASFINAG gilt in dieser Richtung nicht.

Kann man die Karawankentunnel-Maut online kaufen?

Ja, aber nur für die Fahrtrichtung Süden (Österreich → Slowenien): Die digitale Streckenmaut für die A11 erhalten Sie online, zum Beispiel im Mautshop der ASFINAG. Sie ist sofort nach dem Kauf gültig, an der Mautstelle wird Ihr Kennzeichen automatisch erkannt. Für die Gegenrichtung zahlen Sie vor Ort an der Mautstelle Hrušica.

Braucht man für den Karawankentunnel eine Vignette?

Für den Tunnel selbst nicht: Zwischen der Anschlussstelle St. Jakob im Rosental und der Staatsgrenze im Tunnel gilt statt der Vignette die Sondermaut. Fahren Sie schon vorher auf die A11 auf, etwa bei Villach, brauchen Sie für dieses Teilstück eine österreichische Vignette. In Slowenien gilt nach der Mautstelle Hrušica die slowenische E-Vignette.

Wo ist der Karawankentunnel?

Der Karawankentunnel liegt an der Grenze zwischen Kärnten (Österreich) und Slowenien. Er ist Teil der A11 Karawanken Autobahn, die bei Villach beginnt, und führt von der Mautstelle Rosenbach auf österreichischer Seite bis zur Mautstelle Hrušica bei Jesenice in Slowenien. Die Staatsgrenze verläuft im Tunnel.

Michelle Albrecht
Michelle Albrecht
Hallo, ich bin Michelle und schreibe für mein Leben gern. Als Texterin habe ich meine Leidenschaft zum Beruf gemacht! Natürlich lasse ich meiner Kreativität auch in meinen eigenen Büchern freien Lauf. Seit ich ein halbes Jahr in Australien gelebt habe, ist meine Reiselust noch größer geworden (und ich hätte nie gedacht, dass das noch möglich ist). Umso mehr freue ich mich, meinen Leserinnen und Lesern Tipps für ihre zukünftigen Abenteuer zu geben!