Wandergebiete in Slowenien

In Slowenien finden Sie eine Vielzahl an Wandergebieten, die für Naturbegeisterte und aktive Reisende hervorragende Bedingungen bieten. Bitte beachten Sie jedoch die Mautregelungen des Landes, um Bußgelder zu vermeiden. Wenn Sie mit dem Pkw oder einem Wohnmobil (bis 3,5 t zGG) anreisen, gilt auf Autobahnen und Schnellstraßen in Slowenien eine Vignettenpflicht (abhängig von der Fahrzeugklasse). Weitere Details finden Sie in unserem Ratgeber zur Maut in Slowenien sowie zu den Fahrzeugklassen.

Wandern in Slowenien

In Slowenien können Sie beeindruckende Landschaften entdecken, weitläufige Panoramen genießen und der Kultur des Landes näherkommen:

Kamnik-Savinja Alpen

Wandern in Slowenien

Am südlichen Rand der Karawanken erstrecken sich die Kamnik-Savinja-Alpen mit einer bemerkenswerten landschaftlichen Vielfalt. Weite Plateaus wie die eindrucksvolle Velika Planina wechseln sich mit tief eingeschnittenen Tälern ab. Ein dichtes Netz markierter Wanderwege führt zu Berghütten, Quellflüssen sowie zu zahlreichen natürlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten und wird dabei von eindrucksvollen Panoramen begleitet. Neben Wandern und Bergsteigen bietet die Region zudem sehr gute Voraussetzungen für Mountainbiker, Straßenradfahrer und Wassersportler. Im Winter verwandeln sich die Kamnik-Savinja-Alpen in ein ruhiges Schneeparadies, das zum Langlaufen und Schneeschuhwandern einlädt.

Velika Planina

Die Velika Planina ist ein Hochplateau der Kamnik-Savinja Alpen auf etwa 1.500 Metern Höhe und gilt als sehr gut erreichbar. Sie können entweder im Tal von Kamniška Bistrica starten oder die Seilbahn nutzen, die Sie direkt auf das Plateau bringt. Besonders bekannt ist die Region für ihre Almhütten-Siedlung, die zu den größten Europas zählt. Insgesamt stehen rund 140 traditionelle Holzhütten mit charakteristischen Schindeldächern auf dem Plateau. Die Kulturlandschaft wird zudem durch die traditionelle Bewirtschaftung geprägt. Bis heute wird dort nach überlieferten Methoden Käse hergestellt, der sogenannte „Trnič“-Käse.

Neben den kulturellen Besonderheiten empfiehlt es sich, die einzigartige Natur des Plateaus zu erkunden. Weite Weiden, Blumenwiesen und eine Karstlandschaft begleiten Sie entlang der zahlreichen Wege. Eine Karstlandschaft entsteht in Kalk- oder anderen leicht löslichen Gesteinen durch Wasser, das unterirdische Höhlen, Dolinen und markante Oberflächenformen formt. Von den Höhenlagen aus genießen Sie zudem weite Ausblicke auf das Kamniška Bistrica-Tal und die umliegenden Gebirgsketten. Auch im Winter ist Velika Planina attraktiv und zählt zu den beeindruckenden Schneeschuhwandergebieten Sloweniens. Unabhängig von der Jahreszeit verbindet dieses Hochplateau Naturerlebnis und traditionsreiche Kultur auf besondere Weise.

Gebirgsfluss Kamniška Bistrica

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Der Gebirgsfluss Kamniška Bistrica entspringt in den Kamnik-Savinja-Alpen und zählt zu den besonderen Naturhighlights der Region. Er fließt durch das Tal von Kamniška Bistrica bis in die Ebene bei Domžale und mündet dort in die Save. Mit einer Länge von etwa 33 Kilometern ist er ein beliebtes Ziel für Wandernde. Entlang des kristallklaren, türkisgrünen Wassers führen Wege an Felswänden und dichten Wäldern vorbei und leiten zu kleineren Wasserfällen, Kaskaden und natürlichen Becken. Besonders bekannt ist der Orglice-Wasserfall (Slap Oberglice) mit einer Fallhöhe von 30 Metern. Wer die Natur der Kamnik-Savinja Alpen möglichst umfassend erleben möchte, kann zunächst das Tal der Kamniška Bistrica erkunden und anschließend das Hochplateau Velika Planina besuchen.

Logarska-Tal

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Das Logarska-Tal zählt zu den schönsten Gletschertälern Europas und liegt im Gebiet Solčava im Norden Sloweniens. Es ist Teil der Kamnik-Savinja Alpen und beeindruckt mit unberührter Natur, Blumenwiesen und einer vielfältigen Tierwelt. Besonders eindrucksvoll ist der Talkessel Okreselj, der als botanische Oase mit seltenen Orchideenarten bekannt ist. Zu den bekanntesten Naturwundern gehört der nahezu 100 Meter hohe Rinka-Wasserfall. Auch der Palenk-Wasserfall sowie die Brloznica-Wasserfälle zählen zu den Höhepunkten dieser alpinen Landschaft. Ausführlichere Informationen zum Logarska Tal sowie zu möglichen Aktivitäten (je nach Jahreszeit) finden Sie in unserem Ratgeber.

Karawanken (Karavanke)

Die Karawanken sind als Grenzgebirge zwischen Slowenien und Österreich bekannt und zählen zu den beliebtesten Wanderregionen Sloweniens. Sie erstrecken sich über rund 120 Kilometer und bieten eine reizvolle Kombination aus alpiner Bergwelt, Natur und Kultur. Als Teil der Südlichen Kalkalpen trennen sie das Kärntner Becken im Norden von Oberkrain (Gorenjska) im Süden. Charakteristisch ist die langgestreckte Gebirgskette mit markanten Gipfeln, Pässen und Übergängen.

Interessante Wanderziele in der Höhe

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Die Karawanken bieten zahlreiche Ziele in höheren Lagen. Dazu zählt der Hochstuhl, der höchste Gipfel der Karawanken mit über 2.000 Metern, der sowohl von slowenischer als auch von österreichischer Seite erreichbar ist und Ausblicke bis zu den Julischen Alpen eröffnet. Ebenso bekannt ist der Gebirgsstock Košuta (Koschuta), der sich über etwa 10 Kilometer erstreckt und sich besonders für Kammwanderungen eignet. Der Mittagskogel (Kepa) als Grenzberg oberhalb des Wörthersees bietet ebenfalls eindrucksvolle Panoramen. Wer sich für die Pflanzenwelt interessiert, kann zudem den Hochobir (Ojstrc) in Betracht ziehen.

Bitte informieren Sie sich vorab über die Anforderungen der jeweiligen Wanderrouten. Anspruchsvolle Strecken sollten ausschließlich von erfahrenen Wandernden begangen werden. Darüber hinaus sind in dieser Region auch mehrtägige Touren möglich. Die Gipfel und Höhenwege zählen zu den besonderen Highlights der Karawanken.

Einzigartige Naturphänomene und traditionelle Kultur

Die Karawanken sind von einer ausgeprägten Karstlandschaft mit Dolinen, Höhlen und klaren Quellgebieten geprägt. Ergänzt wird dies durch eine artenreiche Pflanzenwelt, in der auch seltene und endemische Alpenarten vorkommen. Auch die Tierwelt ist bemerkenswert: In den Karawanken leben unter anderem Gämsen, Steinadler und sogar Braunbären. Im Winter lässt sich die Region je nach Bedingungen auch mit Schneeschuhen oder Skiern erkunden.

Entlang der Wege finden sich zahlreiche Berghütten, in denen Sie regionale Speisen kennenlernen können. Weitere Informationen zur slowenischen Küche stellen wir in unserem Ratgeber bereit. Darüber hinaus waren die Karawanken Teil historischer Handelsrouten, weshalb sich in der Region auch Spuren des Ersten Weltkrieges finden.

Julische Alpen

Die Julischen Alpen liegen im Nordwesten Sloweniens und reichen bis in den Nordosten Italiens. Große Teile befinden sich innerhalb des Triglav-Nationalparks. Die Region ist geprägt von schroffen Gipfeln, tiefen Tälern, alpinen Wiesen und weitläufigen Wäldern. Zahlreiche Flüsse und Seen, darunter der Bleder See und der Bohinj-See, prägen das Landschaftsbild. Die Alpenregion ist für ihre vielfältige Flora und Fauna bekannt; unter anderem sind Braunbären und Luchse heimisch. Insgesamt kommen in der Region über 1.000 Pflanzenarten vor. Natur lässt sich hier auf vielfältige Weise erleben, etwa beim Wandern, Klettern oder Bergsteigen.

Triglav Nationalpark

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Der Triglav Nationalpark ist der einzige Nationalpark Sloweniens und zugleich der älteste sowie größte des Landes. Er umfasst rund 84.000 Hektar und liegt im Nordwesten Sloweniens an der Grenze zu Österreich und Italien. Namensgeber ist der Berg Triglav mit 2.864 Metern, der als Nationalsymbol gilt und wegen seiner markanten Form häufig als „Dreikopf“ bezeichnet wird.

Die Landschaft ist geprägt von Bergen, Seen, türkisfarbenen Flüssen und Wasserfällen. Zu den bekanntesten Zielen zählen der Bohinj-See als größter See Sloweniens sowie der Soča-Fluss mit seiner auffälligen Wasserfarbe. Der Park ist Teil eines UNESCO-Biosphärenreservats und umfasst streng geschützte Naturräume. Besucher finden hier zahlreiche Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten, darunter Wanderwege, Kletterrouten und Wassersport. Auch im Winter ist die Region attraktiv, etwa zum Skifahren in Kranjska Gora. Der Eintritt in den Nationalpark ist kostenlos; einzelne Führungen oder spezielle Angebote können kostenpflichtig sein.

Weiterführende Informationen zu den wichtigsten Highlights, Routen und Aktivitäten erhalten Sie in unserem Ratgeber zum Triglav-Nationalpark.

Soča-Tal

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Das Soča-Tal zählt zu den eindrucksvollsten Regionen Sloweniens und wird aufgrund der charakteristischen Wasserfarbe des Flusses häufig als „Smaragdstraße“ bezeichnet. Der Soča-Fluss ist 137 Kilometer lang und verläuft durch ruhige Abschnitte ebenso wie durch Schluchten im Karstgestein. Die Umgebung ist geprägt von Bergen, Wäldern, Wasserfällen und Hängebrücken. Zu den bekannten Wasserfällen gehören der Boka-Wasserfall, Kozjak-Wasserfall, Virje-Wasserfall und Beri-Wasserfall. Ebenfalls sehenswert sind die Soča-Tröge, in denen das Wasser durch Felsenbecken fließt.

Neben Naturdenkmälern ist auch die Tolmin-Schlucht ein wichtiges Ziel. Die Anreise ist besonders reizvoll über den Vršič-Pass, der Aussichtspunkte und Einkehrmöglichkeiten bietet. Wenn es Ihre Reisezeit erlaubt, empfiehlt sich eine Übernachtung, um die Region in Ruhe zu erleben.

Weitere Details zu Sehenswürdigkeiten, Wanderrouten und Wasserfällen finden Sie in unserem Ratgeber zum Soča-Tal.

Gemeinde Bled

Wandern in Slowenien

Die Gemeinde Bled zählt zu den bekanntesten Reisezielen Sloweniens und ist für die Kulisse aus See, Insel und Burg berühmt. Auf der Insel im Bleder See befindet sich die Kirche Maria Himmelfahrt aus dem 15. Jahrhundert. Oberhalb des Sees liegt die Burg von Bled, deren Ursprünge bis in das Jahr 1011 zurückreichen. Im Sommer finden dort unter anderem mittelalterliche Veranstaltungen statt.

In der Nähe liegt außerdem die Vintgar-Klamm, eine eindrucksvolle Schlucht mit Wasserfällen, Stromschnellen und einer Steinbogenbrücke. Zusätzlich bietet Bled verschiedene Outdoor-Aktivitäten wie Wandern oder Reiten sowie Abenteuerangebote wie Canyoning.

Weitere Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten erhalten Sie in unserem Ratgeber zur Gemeinde Bled.

Pohorje-Gebirge

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Das Pohorje-Gebirge erstreckt sich zwischen Maribor, Dravograd und Slovenj Gradec. Der höchste Berg ist der Črni Vrh mit 1.543 Metern. Charakteristisch sind dichte Wälder aus Fichten, Tannen und Buchen sowie Hochmoore mit Torfmoosen und Bergwiesen. Aufgrund seines Erscheinungsbildes wird das Pohorje mitunter als „grüne Lunge“ bezeichnet. Neben Wildtieren und einer großen Biodiversität lassen sich auch kulturelle Aspekte entdecken, etwa in traditionellen Dörfern oder bei regionalen Speisen.

Vielfältige Aktivitäten

Das Gebirge lässt sich auf markierten Wegen beim Wandern oder Radfahren erkunden. Auch mehrtägige Trekkingtouren sind möglich. Im Winter wandelt sich die Landschaft zu einem attraktiven Wintersportgebiet. Besonders bekannt ist das Skigebiet Mariborsko Pohorje, das als größte Skiregion Sloweniens gilt und Austragungsort des Ski-Weltcup-Rennens „Zlata lisica“ ist. Weitere Informationen zu diesem Ort und weiteren Skigebieten finden Sie in unserem Ratgeber. Wer Erholung sucht, kann zudem Thermen und Kurorte in der Umgebung nutzen.

Naturphänomene und slowenische Kultur

Im Pohorje-Gebirge begegnen Ihnen verschiedene Naturphänomene, darunter Moor- und Waldseen. Die Lovrenc-Seen (Lovrenška jezera) bilden ein Hochmoor auf rund 1.500 Metern Höhe und bestehen aus mehr als 20 kleinen Moorseen. Ein Holzsteg ermöglicht die Erkundung des streng geschützten Gebiets; Baden ist dort nicht erlaubt. Ebenfalls sehenswert ist der Schwarze See (Črno jezero), der in einer Senke im Wald liegt und durch seine Lage im Torfmoor sehr dunkel wirkt. Informationstafeln erläutern Entstehung und Vegetation.

Ein weiteres Highlight sind die Šumik-Wasserfälle. Der große Wasserfall (Veliki Šumik) stürzt 24 Meter in die Tiefe, der kleinere (Mali Šumik) 9 Meter. Beide liegen im dichten Pohorje-Urwald. Der Zugang gilt als anspruchsvoll, da einzelne Passagen steil und rutschig sein können. Insgesamt bietet die Region eine Vielzahl an lohnenden Zielen.

Karst- und Weinregion

Wandern in Slowenien

Die Karst- und Weinregion liegt im Westen und Südwesten Sloweniens und erstreckt sich vom Alpenrand bis zur Adriaküste. Sie grenzt an Italien und über das Gebiet der slowenischen Istrien auch an Kroatien. Die Region ist bekannt für ihre Weine und kulinarischen Angebote. Typisch sind zudem Höhlen, Dolinen und unterirdische Flüsse.

Das Klima ist ein Übergangsklima aus alpinen, mediterranen und kontinentalen Einflüssen. Zu den bekannten Teilregionen zählen das Vipava-Tal, die Goriška Brda, das Karst-Plateau sowie die slowenische Istrien an der Küste. Als Ausgangspunkt eignet sich beispielsweise die Küstenstadt Piran; von dort erreichen Sie Teile der Region in etwa einer Stunde. Auch von Ljubljana aus ist die Region gut erreichbar und lässt sich sinnvoll in eine Reiseplanung integrieren.

Vipava-Tal

Das Vipava-Tal ist Teil der Karst- und Weinregion und liegt westlich von Ljubljana in Richtung Italien. Das milde Klima begünstigt Wandertouren. Charakteristisch sind Quellen und kleine Flüsse; der Name „Vipa“ bedeutet übersetzt Quelle. Weinberge und Dörfer prägen die Landschaft. Besonders hervorzuheben sind die weißen und roten Rebsorten, die in der Region verkostet werden können. Burgen und Kirchen vermitteln zudem Einblicke in die Geschichte. Auch als Gebiet zum Gleitschirmfliegen ist das Vipava-Tal bekannt.

Goriška Brda

Goriška Brda wird häufig als slowenische Toskana bezeichnet und zeichnet sich durch Hügel, Olivenhaine, Zypressen und Weinberge aus. Die Region an der Grenze zu Italien ist für hochwertige Weiß- und Rotweine bekannt. Ein jährlicher Höhepunkt ist das Kirschfestival. Darüber hinaus lohnen sich Besuche in kleinen Steindörfern und an Aussichtspunkten, die zugleich kulturelle Einblicke ermöglichen.

Karst-Plateau

Auf dem Karst-Plateau wurden typische Erscheinungen wie Dolinen, Höhlen und Karstquellen erforscht. Besonders bekannt sind die Postojna-Höhle und die UNESCO-geschützten Škocjan-Höhlen, die eindrucksvolle Einblicke in die unterirdische Welt bieten. Kulinarisch prägen der Teran-Wein sowie luftgetrockneter Pršut-Schinken die Region. Orte wie Štanjel zeigen traditionelle Bauweisen. Zudem existieren zahlreiche Wege für Wandernde und Radfahrende. Ein weiteres Ziel ist das Lipica-Gestüt, bekannt für die Zucht der Lipizzaner-Pferde.

Slowenische Istrien

Der slowenische Küstenstreifen ist mit etwa 46 Kilometern zwar vergleichsweise kurz und wird nicht mehr der Karst- und Weinregion zugerechnet, ist jedoch in jedem Fall einen Besuch wert. Dort liegen historisch bedeutende Städte wie Piran sowie Koper und Izola. Auch kulinarisch bietet die Küste vielfältige Möglichkeiten, etwa Wein und Meeresfrüchte.

Goričko Naturpark (Krajinski park Goričko)

Wandern in Slowenien

Der Naturpark liegt im äußersten Nordosten Sloweniens im Dreiländereck zu Österreich und Ungarn. Er gilt als größter Naturpark des Landes und ist Teil des UNESCO-Biosphärenreservats „Dreiländereck Mur-Raab-Drau“, das Slowenien, Österreich und Ungarn verbindet. Von Graz aus ist der Park in etwa eineinhalb Stunden erreichbar, von Ljubljana aus kann die Anreise bis zu drei Stunden dauern.

Die Landschaft ist geprägt von sanften, teils vulkanischen Hügeln, die durch Wälder, Wiesen und Obstgärten ergänzt werden. Bei Wanderungen und Radtouren können Sie eine große Artenvielfalt entdecken, darunter seltene Orchideen und Greifvögel wie den Schwarzstorch. Auch die Sumpfschildkröte ist in den Feuchtgebieten heimisch. Die kleinteilige Landwirtschaft mit Streuobstwiesen, Hecken, Trockenrasen und kleinen Teichen prägt zudem die charakteristische Mosaik-Landschaft.

Kultur und Geschichte

Der Goričko Naturpark vereint Naturerlebnis mit kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten. Im Zentrum steht die Burg Grad, die mit über 365 Räumen als größte Burganlage Sloweniens gilt. Heute beherbergt sie ein Besucherzentrum sowie Ausstellungen zur Natur und Geschichte der Region.

Darüber hinaus prägen traditionelle Dörfer die Umgebung. Viele Gebäude wurden in historischer Bauweise errichtet und vermitteln einen authentischen Eindruck ländlicher Lebensformen. Aufgrund der langen Abgeschiedenheit des Gebietes haben sich zudem regionale Bräuche und Handwerkstraditionen in besonderer Weise erhalten.

Kulinarisch ist die Region eng mit Prekmurje verbunden. Besonders bekannt sind das Kürbiskernöl sowie die Prekmurska gibanica, ein traditioneller Schichtkuchen. Ergänzt wird das Angebot durch Obst, Honig und lokale Weine, die sich direkt bei Produzenten oder auf Märkten verkosten lassen. Damit verbindet der Naturpark Natur, Kultur und Kulinarik auf bemerkenswerte Weise.

Das DMC-Team wünscht Ihnen eine angenehme Reise

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Reise nach Slowenien und viel Freude bei Ihrer Erkundungstour der verschiedenen Wandergebiete. Bitte informieren Sie sich im Vorfeld über die Mautregelungen. Informationen zur Maut finden Sie in unserem Ratgeber. Zusätzlich können Sie unseren Routenplaner nutzen, um Ihre Reiseplanung zu unterstützen und passende Mautprodukte anzeigen zu lassen. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns über unsere E-Mail.

Brauche ich für meinen Wanderurlaub in Slowenien eine Vignette?

Ja. Sobald Sie Autobahnen oder Schnellstraßen nutzen und Ihr Fahrzeug bis 3,5 t zGG wiegt (z. B. Pkw oder Wohnmobil), gilt in Slowenien die Vignettenpflicht. Die digitale Vignette ist kennzeichenbasiert und kann online erworben werden, entweder sofort gültig oder ab einem gewählten Startdatum.

Gilt die Vignette in Slowenien auch für Wohnmobile?

Ja. Wohnmobile bis 3,5 t zGG benötigen eine Vignette. Wohnmobile über 3,5 t zGG unterliegen in Slowenien einer streckenbezogenen Maut über das DarsGo-System (OBU).

Welche Fahrzeugklassen gibt es bei der slowenischen Vignette?

Für Fahrzeuge bis 3,5 t zGG gelten die Vignettenklassen: Klasse 1 (Motorräder), Klasse 2a (Kfz bis 3,5 t zGG und unter 1,3 m an der Vorderachse; Wohnmobile bis 3,5 t zGG mit „SA“ und festen Wohneinbauten) sowie Klasse 3a (Kfz unter 3,5 t zGG und über 1,3 m an der Vorderachse). Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber zu den Fahrzeugklassen in Slowenien.

Brauche ich mit Anhänger eine zweite Vignette?

In der Regel gilt: Wenn Sie ein Gespann (Pkw + Anhänger) bis 3,5 t zGG fahren, genügt die Vignette für den Pkw. Liegt das Gespann über 3,5 t zGG, wird eine streckenbezogene Maut über DarsGo fällig.

Gibt es in Slowenien Sondermautstrecken, die zusätzlich zur Vignette zu zahlen sind?

Ja. Bestimmte Strecken sind sondermautpflichtig. Für Reisende ist insbesondere der Karawankentunnel relevant. Dieser ist zusätzlich zu bezahlen, unabhängig davon, ob Sie mit Vignette (bis 3,5 t zGG) oder mit DarsGo/OBU (über 3,5 t zGG) unterwegs sind.

Kann ich die digitale Vignette kurzfristig kaufen und sofort nutzen?

Ja. Sie können die digitale Vignette online erwerben und entweder sofort aktivieren oder ein Wunschdatum als Beginn der Gültigkeit wählen. Wichtig ist, dass die Vignette vor der Nutzung von Autobahnen und Schnellstraßen vorliegen muss; ein nachträglicher Kauf ist nicht möglich.

Wo finde ich alle Mautregeln für die Anreise zu den Wandergebieten?

Eine kompakte Übersicht finden Sie in unserem Ratgeber zur Maut in Slowenien. Dort erfahren Sie auch den Unterschied zwischen Vignette (bis 3,5 t zGG), streckenbezogener Maut (DarsGo/OBU, über 3,5 t zGG) und Sondermaut (z. B. Karawankentunnel).

Michelle Albrecht
Hallo, ich bin Michelle und schreibe für mein Leben gern. Als Texterin habe ich meine Leidenschaft zum Beruf gemacht! Natürlich lasse ich meiner Kreativität auch in meinen eigenen Büchern freien Lauf. Seit ich ein halbes Jahr in Australien gelebt habe, ist meine Reiselust noch größer geworden (und ich hätte nie gedacht, dass das noch möglich ist). Umso mehr freue ich mich, meinen Leserinnen und Lesern Tipps für ihre zukünftigen Abenteuer zu geben!