Der Arlbergtunnel verläuft unter dem namensgebenden Arlberg und verbindet die beiden im Westen Österreichs gelegenen Bundesländer Vorarlberg und Tirol miteinander. Durch den Tunnel führt die Schnellstraße S 16. Der Betrieb des Tunnels erfolgt durch die ASFINAG.
Mit einer Gesamtlänge von 13.972 Metern (13,9 km) gilt der Arlbergtunnel als längster Straßentunnel Österreichs. Im Gegensatz zu vielen anderen Tunneln im Land verfügt der Arlbergtunnel jedoch über lediglich eine Röhre (anstatt der häufig üblichen zwei Röhren). Aufgrund seiner Nähe zu den Nachbarländern Deutschland, Liechtenstein und der Schweiz wird der Arlbergtunnel täglich von rund 8.000 Fahrzeugen durchfahren. Errichtet wurde der Tunnel in der Zeit vom 1. Juni 1974 (Tunnelanschlag in St. Anton und Langen) bis zum Durchstich am 9. Oktober 1977, also innerhalb von etwa dreieinviertel Jahren. Im Dezember 1978 wurde der Tunnel schließlich für den Verkehr freigegeben.
Zum Zeitpunkt seiner Errichtung galt der Arlbergtunnel sogar als längster Straßentunnel der Welt.
Der Arlbergtunnel ist eine Sondermautstrecke. Das bedeutet, dass für die Nutzung dieser Strecke eine Streckenmaut (Sondermaut) zu entrichten ist. Unabhängig davon, ob Sie im Besitz einer Vignette sind, fällt für die Durchfahrt durch den Arlbergtunnel eine zusätzliche Gebühr an.
Wenn Sie den Arlbergtunnel nicht nutzen möchten, stehen Ihnen verschiedene Ausweichrouten zur Verfügung. Insbesondere die nachfolgenden Alternativen sind zu empfehlen:
Ja. Wie viele andere Tunnel- und Streckenabschnitte in Österreich ist auch der Arlbergtunnel streckenmautpflichtig. Für die Nutzung des Arlbergtunnels ist daher unabhängig vom Besitz einer Vignette eine gesonderte Streckenmaut zu entrichten.
Die Kosten für die Fahrt durch den Arlbergtunnel variieren je nach Anzahl der Fahrten sowie der gewählten Tarifoption. Genaue Preise entnehmen Sie bitte den aktuellen Informationen der ASFINAG.
Der Arlbergtunnel ist derzeit nicht gesperrt und für den Verkehr regulär geöffnet, vorbehaltlich kurzzeitiger Sperren aufgrund von Wartungsarbeiten oder unvorhergesehenen Ereignissen.
Ja. Der Arlbergtunnel kann über den Arlbergpass umfahren werden. Alternativ ist eine Umfahrung auch über Deutschland (München – Rosenheim) sowie über die Schweiz (Gotthardtunnel oder San-Bernardino-Route) möglich.