Ungarn: Autobahn-Vignette wird 2027 teurer (neue Preise bereits bekannt)
Wer 2027 mit dem Auto durch Ungarn reist, muss für die Autobahn-Vignette (e-matrica) tiefer in die Tasche greifen: Die ungarischen Behörden haben die neuen Preise bereits im September 2026 veröffentlicht. Ab dem 1. Januar 2027 steigt die nationale Jahresvignette für Pkw (Kategorie D1) von 61.760 auf 62.560 Forint (umgerechnet rund 154 Euro, wechselkursabhängig) – ein Plus von 800 Forint beziehungsweise 1,3 Prozent.
Grund für die Erhöhung ist die automatische Preisanpassung an den ungarischen Verbraucherpreisindex (KSH) für August, den das Fachportal autopalyamatrica.hu als Basis der per Ministerialverordnung festgelegten Tarife nennt. Betroffen sind nicht nur die Jahresvignetten, sondern alle Laufzeiten sowie die Nachzahlungsgebühren bei fehlender Vignette.
Diese Preise gelten ab 2027
Neben der nationalen Jahresvignette für Pkw steigen auch die übrigen Laufzeiten der Kategorie D1: Die Komitats-Jahresvignette (gültig nur für eine einzelne ungarische Verwaltungsregion) kostet ab 2027 7.280 statt 7.190 Forint, die Tagesvignette liegt bei 5.630 Forint. Welche Fahrzeuge in Kategorie D1 fallen und welche in die teurere Kategorie D2, erklären wir auf unserer Seite zu den Fahrzeugklassen für Ungarn.
Für Wohnmobile und weitere Fahrzeuge der Kategorie D2 steigt die nationale Jahresvignette 2027 auf 88.790 Forint (rund 219 Euro). Diese Kategorie gilt in Ungarn auch für Wohnmobile über 3,5 t zGG – sie bleiben in der Vignettenpflicht und wechseln anders als Lkw nicht zur streckenbezogenen Maut.
Auch die Nachzahlungsgebühr steigt
Wer ohne gültige Vignette auf einer mautpflichtigen ungarischen Autobahn erwischt wird, zahlt ab 2027 ebenfalls mehr: Die Grundgebühr für eine Nachzahlung innerhalb der ersten 75 Tage steigt von 27.790 auf 28.150 Forint, danach von 95.730 auf 96.970 Forint. Details zu Bußgeldern und Kulanzfristen finden Sie auf unserer Ratgeberseite zu Strafen und Konsequenzen in Ungarn.
Maut in Ungarn auf einen Blick
Für Pkw, Motorräder und Wohnmobile bis 3,5 t zGG gilt auf Autobahnen und Schnellstraßen die digitale Vignettenpflicht (e-Matrica) – ein Pauschalbetrag für einen festen Zeitraum. Anders als in vielen anderen Ländern sind Motorräder in Ungarn nicht von der Vignettenpflicht befreit.
Für Lkw und Busse über 3,5 t zGG gilt stattdessen die streckenbezogene Maut des Systems HU-GO, deren Höhe unter anderem von Straßenkategorie, Streckenlänge, Fahrzeugklasse und Emissionsklasse abhängt. Wohnmobile bleiben auch über 3,5 t zGG in der e-Matrica-Vignettenpflicht (Kategorie D2) und wechseln nicht zu HU-GO. Eine gesonderte Sondermaut existiert in Ungarn nicht.
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*Offizielle ungarische Vignettengebühr (10-Tage-Vignette, Kategorie D1, Stand 2026): 6.900 HUF (ca. 18,91 €), volle Kostenübernahme der Vignettengebühr durch DMC, Pauschalpreis (pro Kalendermonat): 12,80 €, Kündigungsfrist 0 Tage.
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Planen Sie eine Fahrt nach Ungarn im Jahr 2027? Alle Details zu Kategorien und Gültigkeit finden Sie in unserem Ratgeber zur Maut in Ungarn sowie bei den Fahrzeugklassen für Ungarn. Während in Ungarn die Preise steigen, hat sich Tschechien für 2027 für eine Preis-Einfrierung entschieden – wir halten Sie zu beiden Ländern auf dem Laufenden. Bei Fragen erreichen Sie uns jederzeit per E-Mail.
Häufige Fragen zur ungarischen Vignettenpreis-Erhöhung 2027
Die wichtigsten Antworten rund um die neuen e-matrica-Preise ab 2027.
Wann gelten die neuen Vignettenpreise für Ungarn?
Die neuen Preise treten am 1. Januar 2027 in Kraft. Bis zum 31. Dezember 2026 gelten noch die aktuellen Preise des Jahres 2026.