Karawankentunnel: Weströhre bis Mitte 2029 in Generalsanierung – Gegenverkehr auf der Balkanroute
Auf der A11 Karawanken Autobahn zwischen Kärnten und Slowenien müssen Reisende noch voraussichtlich bis Mitte 2029 mit einspurigem Gegenverkehr im Karawankentunnel rechnen. Grund ist die Generalsanierung der 1991 eröffneten Bestandsröhre (Weströhre), die seit April 2026 läuft, während der komplette Verkehr durch die neu gebaute Oströhre geleitet wird.
Der Tunnel ist mit rund 7,9 Kilometern eine der wichtigsten grenzüberschreitenden Verbindungen zwischen Österreich und Slowenien und spart Reisenden zwischen Villach und Ljubljana etwa eine Stunde Fahrzeit gegenüber der Passstraße. Wer diese zentrale Balkanroute regelmäßig nutzt, sollte sich noch für einige Jahre auf Tempolimit und Gegenverkehr statt zweier getrennter Fahrspuren einstellen.
Warum der Gegenverkehr noch bis 2029 bleibt
Am 18. März 2026 ging die neu gebaute Tunnelröhre nach 7,5 Jahren Bauzeit offiziell in Betrieb. Unmittelbar danach begann die ASFINAG mit der Generalsanierung der alten Weströhre: Fahrbahn, Entwässerung, Beleuchtung, Belüftung, Tunnelwandbeschichtung sowie die komplette Sicherheitstechnik (Videokameras, Brandmeldeanlage, Sensorik) werden erneuert. Bis diese Arbeiten voraussichtlich Mitte 2029 abgeschlossen sind, teilt sich der gesamte Verkehr beider Richtungen die neue Oströhre: Jede Fahrtrichtung erhält nur eine Fahrspur, gefahren wird im Gegenverkehr mit reduziertem Tempolimit.
Für die Generalsanierung der Bestandsröhre plant die ASFINAG mit rund 123 Millionen Euro, für den kompletten Neubau der zweiten Röhre inklusive neuer Mautstelle Rosenbach kommen gemeinsam mit dem slowenischen Autobahnbetreiber DARS rund 570 Millionen Euro zusammen. Nach Abschluss der Sanierung entfällt der Gegenverkehr endgültig, und im gesamten Tunnel gilt dann durchgehend Tempo 100.
Was das für Reisende bedeutet
Solange die Sanierung läuft, gilt im Tunnel ein niedrigeres Tempolimit als im Normalbetrieb, und Überholmanöver sind grundsätzlich nicht möglich. Wer den Grenzübergang zwischen Österreich und Slowenien auf der A11 überquert, sollte deshalb etwas mehr Zeit einplanen als vor der Umstellung im März 2026 – vor allem an Wochenenden und in der Reisesaison, wenn der Verkehr auf der Balkanroute ohnehin dichter ist.
Maut in Österreich
In Österreich wird die Maut für Fahrzeuge bis 3,5 t tzGm (Pkw, Motorräder, kleine Wohnmobile) über die Vignettenpflicht erhoben, während schwerere Fahrzeuge über 3,5 t die kilometerbasierte streckenbezogene Maut per GO-Box zahlen. Für einzelne, besonders aufwendige Streckenabschnitte kommt zusätzlich eine Sondermaut hinzu – der Karawankentunnel ist eines der bekanntesten Beispiele dafür: Für Pkw bis 3,5 t tzGm kostet die einfache Durchfahrt aktuell rund 9 Euro, zusätzlich zur ohnehin benötigten Vignette.
Wer neben Österreich auch Slowenien und die weiteren von der Europamaut-Flatrate abgedeckten Länder bereist, muss sich um die einzelnen Landesvignetten nicht mehr einzeln kümmern: Die Europamaut-Flatrate aktiviert alle benötigten Vignetten automatisch für 12,80 € im Monat – ganz ohne Mindestlaufzeit und jederzeit kündbar.
Das Europamaut-Team wünscht Ihnen eine schöne Reise!
Weitere Details rund um die österreichische Vignette und die Grenzübergänge nach Slowenien finden Sie in unseren Ratgebern zur Vignette Österreich, zur Maut in Österreich sowie zum Grenzübergang Österreich–Slowenien.
Häufige Fragen
Karawankentunnel: Sanierung, Maut und Gegenverkehr
Wie lange dauert der Gegenverkehr im Karawankentunnel noch an?
Die Generalsanierung der alten Tunnelröhre läuft seit April 2026 und soll voraussichtlich Mitte 2029 abgeschlossen sein. Bis dahin läuft der gesamte Verkehr beider Richtungen durch die neue Oströhre.